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Daniel Hubmann setzt Serie fort

In La Chaux-de-Fonds gewinnt Daniel Hubmann zum viertenmal in Serie den Gesamtweltcup im Orientierungslauf. Der Thurgauer krönt seinen Erfolg mit einem Sieg im abschliessenden Sprint, 20 Sekunden vor seinem Bruder Martin.
Jörg Greb/La Chaux-De-Fonds
Daniel Hubmann wenige Meter vor dem Ziel: Er erreicht den 16. Triumph in einem Weltcup-Lauf. (Bild: ky/Alexandra Wey)

Daniel Hubmann wenige Meter vor dem Ziel: Er erreicht den 16. Triumph in einem Weltcup-Lauf. (Bild: ky/Alexandra Wey)

ORIENTIERUNGSLAUF. Dass Orientierungslauf begeistern kann, zeigte sich gestern im Sprint in La Chaux-de-Fonds, dem zehnten und alles entscheidenden Weltcup-Rennen zum Saisonschluss. Tausende verfolgten das Spektakel mit Karte und Kompass in den Strassen in der früheren Eishockey- und Industriemetropole im Neuenburger Jura. Sie riefen, trommelten an die Werbebanden und zeigten sich begeistert von den Live-Bildern und dem fachkundigen Kommentar übers Mikrophon. Ein Name im Männerrennen erfreute sich besonderer Beliebtheit: Hubmann. Zuerst stand Martin Hubmann im Fokus. Immer wieder stellte der 22-Jährige Zwischenbestzeiten auf und liess vor ihm gestartete Läufer wie die Staffel-Weltmeister aus Frankreich François Gonod und Philipp Adamski oder Carl Waller Kaas aus Norwegen hinter sich. Am Ende wurde er Sechster. Als «sehr speziell» beschrieb er seine Empfindungen: «Diese Position überrascht und bereitet Freude. Es gelang mir, das umzusetzen, was ich mir vorgestellt hatte.» Und das bei seinem erst zweiten Einsatz im Weltcup.

Die Premiere fand am Vortag statt. Der 15. Platz, als sechstbester Schweizer, verlieh Martin Hubmann viel Selbstvertrauen. Ausgewertet hat er das Rennen wie oft mit seinem Bruder Daniel, der Zweiter wurde. Und da zeigte sich Erstaunliches: Die zweite Hälfte lief der sechs Jahre jüngere der beiden Hubmanns schneller als der Routinier.

Hierarchie blieb gewahrt

Die Spitzenposition abgeben musste Martin Hubmann erwartungsgemäss rasch. Als Sieger feiern lassen durfte sich am Schluss dennoch ein Hubmann: Daniel, der Favorit, der aktuelle Sprint-Weltmeister und Weltcup-Leader. Er war «mit einer komfortablen Ausgangsposition» ins Rennen gestiegen. Am Vortag klassierte sich einzig der mittlerweile zehnfache Weltmeister und Leader in der Weltrangliste, Thierry Gueorgiou aus Frankreich, vor ihm. Damit hatte sich die Aussicht auf den Weltcup-Gesamtsieg weiter konkretisiert. Bei einem Sprint-Sieg Gueorgious hätte sich Daniel Hubmann einen siebten Rang leisten können. Mit dem Minimum begnügte sich Daniel Hubmann aber nicht. Voll motiviert und konzentriert spielte er seine hervorragende Spätform nochmals aus. Unter tosendem Applaus Tausender Zuschauer entlang der Strecke stürmte er zu einem weiteren Sieg: fünf Sekunden vor Jerker Lysell aus Schweden, zwölf vor Teamkollege Matthias Kyburz, 17 vor Gueorgiou, 18 vor Matthias Merz und 20 vor Bruder Martin. «Dieser Sieg befriedigt enorm», sagte er. Ihm gelang es «nochmals zu zeigen, was ich kann».

Eindrückliche Serie

Nach dem harzigen Saisonauftakt und den Zweifeln zu Beginn – Grund war die Fersenoperation vor einem Jahr – gelang es ihm früh, sich zurückzumelden. Der Sieg in der Nordic Tour – in Abwesenheit Gueorgious – motivierte ihn zusätzlich. Mit dem Weltmeistertitel im Sprint – nach den beiden Langdistanz-Titeln 2008 und 2009 – glückte ihm ein Grosserfolg. Nun verstand er es, die Form aufrecht zu erhalten.

Die Erfolge sind einzigartig: Vierter Sieg im Finale in Serie und ebenso vierter Gesamtsieg in Folge. Im Hinblick auf die WM des nächsten Jahres in Lausanne ist dies eine ideale Vorgabe. Fragt sich, ob Daniel Hubmann plant, auf den Weltcup zu verzichten und sich voll auf die WM zu konzentrieren. Er verneint: «Das Gelände in der Schweiz erfordert keine solchen Massnahmen. Für mich wird die Gesamtwertung erneut ein Thema sein.»

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