CURLING: Verkraftbare Niederlage

An der Frauen-WM in Peking verliert die Schweiz gegen Topfavorit Kanada zum ersten Mal.

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Die Schweizer Curlerinnen können die 6:8-Niederlage gegen ­Kanada verkraften, weil sie die ersten vier Spiele alle gewonnen haben. Aus der Sicht der Spielerinnen von Baden Regio, den Weltmeisterinnen 2015, stand gestern die Partie gegen die von der zweimaligen Europameisterin Anna Sidorowa angeführten Russinnen im Mittelpunkt. Das starke und erfahrene Team aus Moskau ist üblicherweise ein ­direkter Gegner der Schweizer Crew im Rennen um einen der vier Plätze im Playoff.

Nicole Schwägli, Marisa Winkelhausen, Nadine Lehmann und Alina Pätz lösten diese Aufgabe bravourös. Sie siegten 12:7. Die Schweizer Meisterinnen erreichten dabei erstmals in diesem Turnier gute Quoten an geglückten Steinen. Die Werte auf den einzelnen Positionen lagen zwischen 75 und 82 Prozent.

Chancenlose Russinnen

Der Höhepunkt und zugleich die Entscheidung im Spiel war ein Fünferhaus, mit dem die Schweizerinnen im siebten End 11:5 in Führung gingen. Die Russinnen, die an den vergangenen drei WM-Turnieren jeweils Bronze gewonnen hatten, waren nach diesem Rückstand chancenlos.

Gegen Kanada waren die Schweizerinnen unterlegen. Zwei aufeinanderfolgende Ends führten zu einem deutlichen Abstand. Den Kanadierinnen glückte im vierten Abschnitt ein Dreierhaus. Gleich danach gingen sie mit einem gestohlenen Zweier 6:1 in Führung. Nach einer Steigerung in der zweiten Spielhälfte, in der sie ihrerseits einen Punkt stahlen, konnten die Schweizerinnen die Partie bis ins zehnte End erstrecken. Dort mussten sie in aussichtsloser Position aufgeben.

Die Schweizer Zwischenbilanz von vier Siegen und nur einer Niederlage ist sehr gut. Sie ist noch umso besser, als die Schweizerinnen die Spiele gegen zwei der stärksten Gegner – Kanada und Russland – hinter sich haben.