Cupspiel in der Romandie
FCSG-Trainer Peter Zeidler vor dem Spiel bei Chênois: «Ein schnelles Erfolgserlebnis ist nun wichtig»

Der FC St.Gallen trifft am Sonntag um 15 Uhr im Cup-Sechzehntelfinal auf das 1.-Liga-Team von Chênois. Nach der bitteren 1:5-Niederlage bei Servette vor einer Woche ist von den Ostschweizern eine Reaktion gefordert.

Patricia Loher
Drucken
Teilen
Peter Zeidler am vergangenen Sonntag in Genf.

Peter Zeidler am vergangenen Sonntag in Genf.

Urs Lindt/Freshfocus

Auch wenn St.Gallen und Chênois durch zwei Ligen getrennt sind: Die Ostschweizer haben vor der Cup-Begegnung in der Nähe von Genf nichts dem Zufall überlassen.

Werner Zünd, der langjährige Assistenztrainer der St.Galler, hat Chênois am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Bulle beobachtet. Chênois verlor die Partie mit 1:2, trotzdem berichtete Zünd St.Gallens Cheftrainer anschliessend von einer jungen, aggressiven Mannschaft, die da auf die Gäste warte.

Zeidler sagt, der Cup sei ihr Wettbewerb:

«Wir leben den Traum, erneut den Cupfinal zu erreichen, damit dann auch Zuschauer dabei sein können.»

Einen ersten Schritt machten die St.Galler gegen das 1.-Liga-Team von Münsingen: Sie bezwangen die Berner Mitte August in der ersten Hauptrunde mit 5:0.

St.Gallen musste in der vergangenen Woche den herben Dämpfer gegen Servette verarbeiten. Zeidler: «Wir haben es uns nicht so einfach gemacht und gesagt: Wenn man so früh eine rote Karte erhält, kann man halt nicht gewinnen.»

So war, wie schon nach dem 3:3 gegen den FC Zürich, das Defensivverhalten ein Thema. Allerdings will Zeidler erneut auch festhalten, dass man sich trotz aller Widrigkeiten nie aufgegeben habe. Aber: «Ein schnelles Erfolgserlebnis ist nun wichtig.»

Nach dem Cupspiel ist St.Gallens Programm anspruchsvoll: Am Mittwoch empfängt die Mannschaft den FC Basel, ehe sie am Samstag auswärts auf die Young Boys trifft.

Stergiou fehlt erneut

Basil Stillhart (rechts)

Basil Stillhart (rechts)

Urs Lindt / freshfocus

Zeidler muss gegen Chênois wie schon gegen Servette auf Leonidas Stergiou verzichten. Der 19-Jährige leidet an einer Entzündung im Fussgewölbe. Wie lange der Innenverteidiger ausfällt, ist ungewiss. Zeidler hofft, noch in diesem Monat wieder auf Stergiou zählen zu können. Gegen Chênois dürfte erneut Basil Stillhart in der zentralen Abwehr auflaufen.

Verletzt ist auch Boris Babic. Dem Stürmer machen Wadenprobleme zu schaffen. Im Cupspiel ebenfalls nicht dabei sein wird Michael Kempter. Der Neuzugang hat sich gegen Servette eine Zerrung in der Kniekehle zugezogen und musste zur Pause ausgewechselt werden.

Weiterhin fehlt Alessandro Kräuchi. Jérémy Guillemenot sitzt nach der roten Karte vom vergangenen Sonntag seine erste von zwei Spielsperren ab. Torhüter Nummer eins ist am Sonntag, wie schon gegen Münsingen, Lukas Watkowiak.

Die letzte Begegnung fand vor 32 Jahren statt

Chênois spielte in den 1970er- und 1980er-Jahren in der NLA, beziehungsweise in der NLB. So trafen die Ostschweizer letztmals am 23. Mai 1989 auf die Genfer. In der Auf-/Abstiegsrunde gewann St.Gallen vor 5800 Zuschauern im Espenmoos 5:2. Pascal Thüler - er traf zweimal - Didi Metzler, Giuseppe Gambino und Patricio Mardones waren die St.Galler Torschützen.

Mögliche FCSG-Formation:
Watkowiak; Lüchinger, Stillhart, Fazliji, Traorè; Diakité; Görtler, Ruiz, Youan; Schubert, Duah.

Aktuelle Nachrichten