Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

CUPKRAMPF: Jurassische Geschenke

Trotz frühem Rückstand gewinnt St. Gallen gegen den 1.-Liga-Club Delémont mit 2:1. Überzeugen können die Ostschweizer aber nicht. Ein abgefälschter Schuss und ein Eigentor bringen sie in den Viertelfinal.
Ralf Streule, Delsberg
St. Gallens Yannis Tafer (rechts) versucht sich gegen Lionel Rosse durchzusetzen. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

St. Gallens Yannis Tafer (rechts) versucht sich gegen Lionel Rosse durchzusetzen. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus)

Ralf Streule, Delsberg

Ein Stadionsprecher, der überschwänglich Stimmung fürs Heimteam macht. Gelbschwarze Fähnchen überall. Und ein Corner schon nach drei Sekunden für die Favoriten aus der Ostschweiz. Was in den ersten Minuten auf der Delsberger Blancherie im Cup-Achtelfinal zu sehen war, überraschte niemanden. Was in den folgenden 45 Minuten hingegen passierte, das spielte sich nicht nach Drehbuch ab – zumindest nicht nach dem Gusto der Ostschweizer und ihrem Anhang. Dionys Stadelmann, der 25-Jährige, der Delsberg schon mit zwei Toren gegen Winterthur in die Achtelfinals gespielt hatte, traf wieder. Aus dem Nichts zwar, aber dennoch mit viel Zielstrebigkeit. Seinem Druck aufs Tor bei einer Flanke hatte Musavu-King nichts entgegenzusetzen.

Delémont mit starker Abwehrleistung

Giorgio Contini, der die Mannschaft auf vielen Positionen verändert hatte und King, Tranquillo Barnetta, Yannis Tafer und Peter Tschernegg Spielpraxis schenken wollte, musste zur Pause konstatieren: Ein jurassischer Spaziergang würde es nicht werden. Die Delsberger spürten, dass St. Gallen an diesem Abend zu knacken war. Es brauche viel Zufall, wenn Delémont ein Sieg gelingen sollte, hatte Trainer Mario Cantaluppi vor dem Spiel gesagt. Mit Zufall hatte der Auftritt seines Teams aber wenig zu tun. Die Delsberger, in der Meisterschaft der 1. Liga nur im Mittelfeld klassiert, fanden die Mischung zwischen Verteidigen und mutigen Vorstössen. Und die Ostschweizer schienen von Anfang an nicht bereit, standen lange Zeit ratlos vor einer jurassischen Fünfer-, manchmal auch Sechserabwehr. Und sie mussten konstatieren: Steilpässe werden abgefangen, das Spiel über die Seite wird unterbunden. Und wenn man doch einmal gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auftauchte, vergaben die St. Galler – mit Philippe Koch oder Yannis Tafer.

Gleich nach der Pause kam die erste Erlösung für die Ostschweizer. Ein abgefälschter Schuss von Tranquillo Barnetta fand den Weg vorbei an Delsberg-Goalie Valmir Sallaj ins Netz. Plötzlich waren die St. Galler spielsicherer, aus der Fassung liessen sich die Jurassier jedoch nicht bringen. Erst in der 72. Minute – inzwischen war Marco Aratore ins Spiel gekommen – kamen die St. Galler zur nächsten Grosschance. Ein präziser Steilpass von Peter Tschernegg erreichte Tafer, der wiederum vergab.

Keine Werbung in eigener Sache

Zu Hilfe kam den St. Gallern letztlich Diogo Carvalho. Eine scharfe Hereingabe von Nicolas Lüchinger beförderte er ins eigene Tor. War nun das Schlimmste abgewendet für die St. Galler, machten sie aber in der Folge weiter keine Werbung in eigener Sache. Dass ein Erstligateam zu einem Sturmlauf ansetzen kann in den Schlussminuten und der Favorit dem Schlusspfiff entgegenfiebern muss, spricht nicht für die Stabilität der Ostschweizer. Ebendies habe ihn besonders geärgert, sagte Contini hinterher: Die Nonchalance in den letzten Minuten. In der Pause habe er zudem die richtigen Worte finden müssen: Anstatt steil zu spielen, sollte der Gegner mit schnellem Spiel müde gelaufen werden. Das Rezept ist knapp aufgegangen. Für St. Gallen ist der Sieg verdient, aber nach der 0:4-Niederlage in Lausanne kein wirklicher Befreiungsschlag. Ärgern dürfte Contini etwas Weiteres: Die Auslosung nach dem Spiel bescherte St. Gallen die fast schwerstmögliche Aufgabe. Zu den Young Boys geht die Reise Ende November. Womit sich zumindest das mit den gelbschwarzen Fahnen wiederholen wird.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.