CSIO ST.GALLEN: Der Heimsieg ist in Reichweite

Im 90. Nationenpreis der Schweiz stellen die einheimischen Springreiter morgen im Gründenmoos ihre bestmögliche Equipe. Ein Podestplatz ist das erklärte Minimalziel.

Peter Wyrsch
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Steve Guerdat ist eine der Attraktionen diese Woche in St. Gallen. (Bild: Laurent Gillieron/Keystone)

Steve Guerdat ist eine der Attraktionen diese Woche in St. Gallen. (Bild: Laurent Gillieron/Keystone)

Peter Wyrsch

Ab heute blicken die Reitsportfreunde wie alle Jahre wieder aufs Gründenmoos. Hochklassiger Pferdesport mit Weltklassereitern und Millionenpferden werden im Naturstadion an der Peripherie im Westen der Stadt St. Gallen aus nächster Nähe zu bestaunen sein. In zehn internationalen Prüfungen messen sich 63 Reiter aus 13 Ländern um Ehre und ein Preisgeld von über 700 000 Franken. Im morgigen Nationenpreis über zwei Runden mit einer Dotation von 200 000 Franken buhlt die starke Schweizer Equipe mit Olympiasieger Frankreich, Belgien, Brasilien, Deutschland, Irland, Italien und Schweden um einen Podestplatz.

Mit 20 Teilnehmern, darunter 15 Einzelreitern, stellt die Schweiz das grösste Kontingent. Das fast komplette Elitekader wird ergänzt durch die Ostschweizer Rückkehrer Walter Gabathuler, Beat Mändli und Annina Züger, die am Sonntag mit Louis überraschend den Grand Prix des 3-Sterne-Turniers in München gewonnen hat.

St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)
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St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)
St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)
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St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)
St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)
St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)

St. Gallen, CSIO Kindernachmittag im Espenmoorstadion (Bild: Jil Lohse)

Fünf Teams um Punkte

Neben der Schweiz starten morgen vier weitere Equipen zur Punktejagd im Nationenpreis. Es sind dies Deutschland, Schweden, Frankreich und Italien. Die Franzosen, geführt von Philippe Guerdat, dem Vater von Steve Guerdat, führen das Ranking des Nationencups nach drei von acht Qualifikationen überlegen an. Sie siegten am Heimturnier in La Baule und wurden Zweite beim Saisonstart in Lummen. Italien gewann vor Wochenfrist sein Heimturnier in Rom.

Die Schweizer Springreiter sind bislang dreimal an den Start gegangen. Aber nur der vierte Platz in La Baule gelangte in die Wertung, da jedes der acht Länder in der Spitzenliga Europas nur sechs Turniere auswählen darf, die zu Punkten für eine Finalqualifikation Ende September in Barcelona berechtigen. In Lummen klassierte sich die Schweiz als Fünfte, in Rom wurde sie enttäuschende Siebte. «Das soll sich ändern. Nun müssen wir viele Punkte einfahren», sagt Equipenchef Andy Kistler und setzt die Latte hoch: «Ein Podestplatz ist unser Ziel. Es darf auch der oberste Platz auf dem Podest sein.» Vier der fünf für die Equipe aufgebotenen Reiter sollen Kistlers Wunsch erfüllen. Deshalb hat er sein derzeit stärkstes Team nominiert. London-Olympiasieger Steve Guerdat mit Bianca, der Weltcup-Zweite Romain Duguet mit Twentytwo des Biches, Schweizer Meister Martin Fuchs mit Clooney, Paul Estermann mit Lord Pepsi und allenfalls der erstmals seit 30 Jahren wieder in St. Gallen ins Team berufene «Oldie» Walter Gabathuler mit Fine Fleur haben die Klasse zum ersten Heimtriumph seit dem Jahr 2000. Damals siegte die Schweiz in Luzern. Der letzte Erfolg im Gründenmoos liegt sogar 21 Jahre zurück, als das EM-Team-Gold von 1995 bestätigt wurde.

Ersatzgeschwächter Vorjahressieger

Vorjahressieger Irland tritt im Teamwettkampf ebenfalls an, diesmal aber erstaunlicherweise nicht als Punktesammler. Ob die Iren, neu geführt vom ehemaligen brasilianischen Weltmeister und Weltcupsieger Rodrigo Pessoa, deshalb nur Bertram Allen aus dem Siegerteam des Vorjahres nominierten?