CSIO ST.: Grosses Ziel für das Jubiläum

Gallen Morgen in einer Woche finden auf dem Gründenmoos die ersten Prüfungen statt. Die Schweizer Equipe strebt auf heimischem Boden einen Podestplatz im Nationenpreis an.

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Der Schweizer Springreiter Romain Duguet tritt am CSIO in St. Gallen wohl mit Twentytwo des Biches an. (Bild: Nati Harnik/AP)

Der Schweizer Springreiter Romain Duguet tritt am CSIO in St. Gallen wohl mit Twentytwo des Biches an. (Bild: Nati Harnik/AP)

Das Jahr nach den Sommerspielen in Rio ist ein besonderes – auch für die Springreiter. Der Höhepunkt ist die EM Ende August in Göteborg. Doch anders als sonst ist die EM kein Qualifikationsanlass für Olympia. Equipenchef Andy Kistler bezeichnet 2017 deshalb als Zwischenjahr. «Trotzdem wollen wir diese Saison etwas Spezielles schaffen», sagt er. Das grosse Ziel ist ein Podestplatz im Nationenpreis am CSIO St. Gallen, der morgen in einer Woche beginnt. Vor zwei Jahren stand die Schweiz das letzte Mal in der Ostschweiz auf dem Podest. Damals belegte das Team hinter Belgien Rang zwei. «Nun darf es auch gerne der oberste Platz sein», sagt Kistler. Der letzte Sieg auf heimischem Boden liegt schon lange zurück. Vor 17 Jahren triumphierte die Schweiz in Luzern. Der letzte Sieg im Gründenmoos gelang 1996. Ein Triumph 2017 würde nicht nur die lange Durststrecke beenden, sondern auch ein Jubiläum krönen. Am CSIO St. Gallen findet am Freitag in einer Woche zum 90. Mal ein Nationenpreis in der Schweiz statt.

Equipenchef Kistler nominierte dafür die stärksten Schweizer Springreiter. Romain Duguet, der am Weltcupfinal in Omaha Zweiter wurde, tritt mit Twenty-two des Biches an. Paul Estermann reist mit Lord Pepsi nach St. Gallen. Steve Guerdat wird mit Bianca dabei sein. Martin Fuchs setzt auf Clooney, Christina Liebherr auf Eagle Eye. Die Liste könnte sich nach dem CSIO in Rom, der morgen beginnt, jedoch noch ändern. Welche vier Reiter zum Einsatz kommen, wird Kistler schliesslich am Abend vor dem Nationenpreis entscheiden.

Gefordert wird die Schweiz in St. Gallen von Deutschland, das mit der Weltnummer sieben, Marcus Ehning, antritt. Auch Frankreich, Titelverteidiger Irland und Vorjahressieger Belgien werden auf dem Gründenmoos um einen Podestplatz kämpfen.

Raya Badraun

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