Crasht der FC Wil die Aufstiegsparty?

Nach dem 1:1 gegen Chiasso sind die Wiler immer noch im Rennen um Platz vier. Für den Gastgeber Lausanne-Sport geht es nur noch um einen krönenden Saisonabschluss.

Gianluca Lombardi
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Schafft es Silvio noch zum Wiler Rekordtorschützen?

Schafft es Silvio noch zum Wiler Rekordtorschützen?

Bild: Gianluca Lombardi

Unabhängig vom Spielausgang in der Westschweiz, dürfen die Wiler auf eine gelungene Spielzeit zurückblicken. Mit einem Sieg gegen Lausanne-Sport würde aber noch die Möglichkeit auf Platz vier in der Tabelle winken. Doch dafür muss bei den Ostschweizer viel zusammenpassen, denn völlig zurecht sind die Waadtländer aufgestiegen.

Im Vergleich zu seinen Mitstreitern verfügt Lausanne-Sport über ein monströses Budget. Einzig und allein die Grasshoppers scheinen hier mithalten zu können. Sportlich hatte das Team von Trainer Giorgio Contini die Nase deutlich vorn. Einzig nach der Corona Zwangspause schwächelten die Lemans phasenweise ein wenig. Zwar konnten die Verfolger den Rückstand deutlich reduzieren, in Gefahr kam der Spitzenreiter aber nie wirklich.

Corona-Pause als Boost

Gegen Lausanne konnten die Wiler schon zweimal punkten, beide Male aber jeweils Zuhause (1:1 und 2:2). Beim letzten Auftritt in der Pontaise setzte es für Ostschweizer eine deutliche 0:5 Niederlage ab. Doch von der Form von damals sind die Ostschweizer mittlerweile meilenweit entfernt. In eine positive Richtung wohlgemerkt.

Das Team von Ciriaco Sforza kam wie verwandelt aus der Corona-Pause zurück. Die Auftritte waren wieder identisch, wie jene im Spätsommer als die junge Mannschaft die überschaubare Fussballwelt der Brack.ch Challenge League mit ihrem Offensivfussball verzückte. Prompt kehrte auch der Erfolg zurück nach Wil. Den Höhepunkt stellte wohl der 3:2 Heimsieg gegen die Grasshoppers dar.

Das Schaulaufen der Lausanner

Es sind Spiele wie diese, die den Wilern Mut zusprechen und zeigen, dass auch gegen Lausanne etwas zu holen ist. Doch aufgepasst, nur weil es für die Westschweizer um nichts mehr geht, wird die Aufgabe deswegen keineswegs einfacher. Sollten es die Lausanner ihrem Publikum nochmal beweisen wollen, dass Sie zurecht unangefochten aufgestiegen sind, müssen sich die Wiler trotz heisser Temperaturen nochmals warm anziehen.

Wenn der FC Wil nochmals ein letztes Mal alle Kräfte mobilisiert und seine Leistung abrufen kann, ist es nicht ausgeschlossen, dass er auf dieser Aufstiegsparty zum unbeliebtesten Gast mutiert. Immerhin geht es für Stürmer Silvio noch darum, Wiler Rekordtorschütze zu werden. Es fehlt ihm noch ein Treffer um mit Samel Sabanovic (41 Tore) gleichzuziehen. Vielleicht wird es ja seine persönliche Party am Genfersee.