COSTANZO: "St.Gallen hat mir abgesagt"

Seit Wochen wird über einen Wechsel von Moreno Costanzo zum FC St.Gallen spekuliert. Sein Abgang beim FC Vaduz hat die Gerüchteküche weiter angeheizt. Doch aus der Rückkehr Costanzos zu den Espen wird nichts.

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21.11.2015; Zurich; Fussball Super League - Grasshopper Club Zuerich - FC Vaduz; Moreno Costanzo (Vaduz) (Bild: Andy Mueller/freshfocus (freshfocus))

21.11.2015; Zurich; Fussball Super League - Grasshopper Club Zuerich - FC Vaduz; Moreno Costanzo (Vaduz) (Bild: Andy Mueller/freshfocus (freshfocus))

Moreno Costanzo, Sie haben beim FC Vaduz Ihren noch gültigen Vertrag vorzeitig aufgelöst. Gab es Unstimmigkeiten zwischen Ihnen und dem Club?
Nein, ganz und gar nicht. Der FC Vaduz und ich liegen nicht im Clinch. Auch wenn eine solche Meldung sofort Spekulationen auslöst. Der Club und ich haben uns im Guten getrennt.

War ein anderes Angebot der Grund?
Nein, auch das nicht. Ich habe den Vertrag auf eigenen Wunsch aufgelöst, weil ich eine Veränderung brauchte und auf der Suche nach einer neuen Perspektive bin.

Der FC St.Gallen wäre eine gute Perspektive.
Ja (lacht). Der FC St.Gallen ist mit Sicherheit eine gute Adresse und ein Club, in welchem ich gerne spielen würde. In diesem Club bin ich zum Profi gereift. Es wäre also wie ein Heimkommen.

Wieso tragen Sie noch kein grünweisses Trikot?
Weil es mit dem Transfer nicht geklappt hat. Ich war Thema in St.Gallen, doch ich habe eine Absage erhalten. Dies, weil es auf meiner Position schon genügend Spieler hat.

Sind Sie denn noch verletzt?
Nein. Ich bin wieder fit und kann spielen. Die Verletzung ist ausgeheilt und ich bin komplett genesen. Davor hatte ich aber mit einer Schambeinentzündung zu kämpfen. Im März bin ich bei Vaduz verletzt ausgefallen. Lange wussten wir nicht, was Sache war, bis die Verletzung schliesslich diagnostiziert wurde. Diese hat mich rund zwei Monate zurückgeworfen.

Sie sind Familienvater. Sie müssen doch irgendwo ein Hintertürchen offen haben?
Meine Vertragsauflösung war ja auch keine Entscheidung, die ich von heute auf morgen gefällt habe. Ich habe mir das gut überlegt, gerade auch, weil ich als Familienvater Verantwortung trage. Ich könnte morgen ins Ausland wechseln, wenn ich wollte. Aber das Angebot passt nicht.

Wieso nicht?
Weil für mich einige Komponenten stimmen müssen, damit ich ins Ausland gehe. Da ich eine Familie habe und mir diese wichtig ist, spielt nicht nur das Finanzielle eine Rolle. Sondern auch die Infrastruktur, die Sprache und die Kultur. Würde ich alleine leben und noch ein junger Spieler sein, müsste ich mir einen Transfer ins Ausland nicht zweimal überlegen.

Sie haben nach St.Gallen bei YB gespielt. Fredy Bickel, der ehemalige Sportchef, ist nun Sportchef bei SK Rapid Wien. Er ist auf der Suche nach drei neuen Spielern. Sind Sie einer davon?
Nein (lacht). Davon höre ich zum ersten Mal. An diesem Gerücht ist nichts dran.

Noch bleibt Zeit für einen Wechsel ins Ausland. Das internationale Transferfenster schliesst erst am 31. August. Wo werden wir Sie spielen sehen?
Das ist alles noch offen. Die Zeit wird zeigen, wohin es mich verschlägt. (lex)