CORONA
Als Marc Bischofberger und die Skicrosser ins Fadenkreuz der Pandemie gerieten: «Nation um Nation machte sich davon»

Am Sonntag findet im Wallis der Weltcupfinal der Skicrosser statt. Schon vor einem Jahr stand diese Veranstaltung in Veysonnaz auf dem Programm. Aber Corona machte den Sportlern einen Strich durch die Rechnung.

Daniel Good
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An der Spitze: Der Olympiazweite Marc Bischofberger (links) an einem Weltcuprennen in Arosa.

An der Spitze: Der Olympiazweite Marc Bischofberger (links) an einem Weltcuprennen in Arosa.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE
Der Oberegger Skicrosser Marc Bischofberger

Der Oberegger Skicrosser Marc Bischofberger

Bild: Swiss-Ski

«Wir standen schon auf der Piste. Waren bereit», sagt Marc Bischofberger. Aber zu einem Rennen kam es nicht. Die Coronapandemie hatte auch die Skistation hoch über Sitten im Griff. «Nation um Nation machte sich davon. Sie hatten Angst, dass sie nicht mehr nach Hause zurückkehren könnten», sagt Bischofberger, der Zweite der Olympischen Spiele von 2018.

Auch die Schweizer räumten wegen der Verordnungen der Eidgenossenschaft die Piste. «Ein Rennen hätte gar nicht mehr für den Weltcup gewertet können, weil zu wenige Athleten vor Ort waren», so der Appenzeller.

Für Bischofberger war die Absage bitter. Er war in Hochform und hatte den vorangegangenen Weltcup in Russland für sich entschieden. Aber er nahm es mit der notwendigen Gelassenheit: «Was willst du machen? Du kannst es sowieso nicht ändern.»

Jonas Lenherr will den zweiten Platz verteidigen

Am Sonntag sollte der Weltcupfinal 2021 in Veysonnaz reibungslos über die Bühne gehen. Eingeladen sind die stärksten 32 Männer und besten 16 Frauen dieser Saison. Auch der in Marbach wohnende Bischofberger ist dabei. Anfang Saison verpasste der Oberegger wegen einer Verletzung einige Rennen, aber er kam dann doch noch in Form.

Jonas Lenherr

Jonas Lenherr

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Im Weltcup-Zwischenklassement nimmt Bischofberger trotz seiner Absenzen den 15. Rang ein. Wesentlich besser steht der in Sevelen wohnende Gamser Jonas Lenherr zu Buche. Der Werdenberger ist nach einer starken Saison vor dem letzten Rennen Gesamtzweiter und will diese Position im Wallis verteidigen.

Star der Veranstaltung ist allerdings die Waadtländerin Fanny Smith, die schon längst als Weltcup-Gesamtsiegerin feststeht. Im Männerklassement ist der Kanadier Reece Howden ebenfalls nicht mehr einzuholen.

Der weibliche Skicross-Superstar Fanny Smith

Der weibliche Skicross-Superstar Fanny Smith

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE