CONFEDERATIONS CUP: Das Spiel soll besser werden

Die Zuschauer müssen sich auf Innovationen einstellen. Die Fifa will mehr Nettospielzeit.

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Neben dem Einsatz des Videobeweises und der vierten Auswechselmöglichkeit in der Verlängerung geht es dem Weltverband vor allem um eine höhere Nettospielzeit und mehr Fairplay. Das machten der technische Direktor Marco van Basten und der Schiedsrichterchef Massimo Bu­sacca an einer Pressekonferenz in St. Petersburg deutlich. «Die Schiedsrichter sollen strikter handeln, wenn sich Fehlverhalten der Spieler gegen sie richtet», sagte Van Basten. «Zudem wollen wir die Nettospielzeit, die derzeit in guten Fällen bei knapp einer Stunde liegt, erhöhen. Die Zuschauer wollen Fussball sehen – und nicht darauf warten.» Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Unparteiischen verstärkt auf Zeitspiel bei Verletzungen und Auswechslungen achten. Auch die Regel, dass der Torhüter den Ball nur sechs Sekunden in den Händen halten darf, soll strenger ausgelegt werden.

Es wird längere Nachspielzeiten geben

Aus diesen Gründen rechnet Van Basten am Confederations Cup mit längeren Nachspielzeiten. Die Fifa hofft auf eine erfolgreiche Einführung aller Neuerungen, da sie auch an der WM 2018 zum Einsatz kommen sollen. Die nicht mehr ganz so neue Torlinientechnik wird ohnehin am Confederations Cup und der WM eingesetzt. Van Basten verdeutlichte nochmals die Absichten, die hinter der Einführung des «Video Assistant Referee» (VAR) stehen. «Es ist unmöglich, immer die perfekte Entscheidung zu treffen», sagte der 52-Jährige. «Aber es geht darum, deutliche Fehler zu vermeiden.» In vier Situationen kann auf den VAR und damit auf alle TV-Kameras zugegriffen werden: Tor, Elfmeter, Platzverweis und Spielerverwechslung. Sollte ein Schiedsrichterentscheid nach dem Einschreiten von einem der drei Assistenten revidiert werden, wird das Ganze im Stadion auf der ­Videoleinwand erklärt. (sid)