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Comeback nach zehn Jahren

Die Formel 1 ist zurück in Frankreich. Die Grande Nation ist eine feste Grösse in der Motorsport-Königsklasse, auch wenn andere dominieren.
Sauber-Pilot Marcus Ericsson (Mitte) besichtigt mit Teammitgliedern die Strecke. (Bild: Valdrin Xhemaj/EPA (Le Castellet, 21. Juni 2018)

Sauber-Pilot Marcus Ericsson (Mitte) besichtigt mit Teammitgliedern die Strecke. (Bild: Valdrin Xhemaj/EPA (Le Castellet, 21. Juni 2018)

Es wird voll sein an der Route des Hauts du Camp, so viel ist sicher. Auf der einspurigen Zufahrtsstrasse zum Circuit Paul Ricard geht es zwischen Campingplätzen und dem kleinen Regionalflughafen in Le Castellet für gewöhnlich beschaulich zu. Am kommenden Wochenende ist es mit der Ruhe aber vorerst vorbei. Die Formel 1 ist zurück in Frankreich – das Warten auf die Motorsport-Königsklasse hat ein Ende.

«Es ist absolut unbeschreiblich, dass der Frankreich-Grand-Prix in meiner ersten vollen Saison als Fahrer wieder im Kalender steht», sagte Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly: «Als Franzose ein Rennen in Frankreich fahren – das muss man erlebt haben.»

Zehn Jahre liegen zwischen dem bislang letzten Rennen 2008 auf Michael Schumachers Erfolgsstrecke in Magny-Cours und dem Rennen am Sonntag (16.10 Uhr, SRF info/ORF eins). Schwindende Besucherzahlen und steigende Kosten besiegelten damals die Streichung der Traditionsstrecke aus dem Kalender. In Le Castellet gastierte die Formel 1 insgesamt 14-mal, zuletzt 1990 mit Alain Prost als Sieger.

Ein neuer Alain Prost ist nicht in Sicht

Seither hat sich viel geändert. Die Formel 1 ist moderner und sicherer, doch auch die Rolle der Franzosen ist eine andere. Auf einen Fahrer wie den viermaligen Weltmeister Alain Prost wartet die Grande Nation seit dessen Rücktritt vor 25 Jahren vergeblich.

Frankreich stellt 2018 mit drei Piloten zwar das grösste Fahrerkontingent der Formel 1. Gasly (22) und Esteban Ocon (21/Force India) sind zweifelsohne grosse Talente, die grosse Bühne gehört derzeit aber (noch) anderen. Dass der als Crash-Fahrer verschriene Haas-Pilot Romain Grosjean noch einmal in die Spitze vordringt, darf bezweifelt werden.

Vom ersten Heim-Rennen seit zehn Jahren erhofft sich das Trio nun auch einen Werbeeffekt. «Es ist eine gute Sache für die Fans und den Motorsport in unserem Land. Dieser Sport war schon immer Teil unserer Kultur. Ich hoffe, dass das Interesse an der Formel 1 steigen wird», sagte Gasly.

Das wäre auch im Interesse von Renault. Der französische Autobauer startet als Werksteam mit dem Deutschen Niko Hülkenberg und dem Spanier Carlos Sainz jr. als Piloten und liefert zugleich Motoren an andere Teams. Das vor rund zwei Jahren gestartete Werksprojekt ist ambitioniert. Derzeit stellen die Franzosen hinter Mercedes, Ferrari und dem langjährigen, aber scheidenden Motorenpartner Red Bull nur die vierte Kraft. Mittelfristig soll der Angriff auf die Top-Teams gelingen, die Probleme mit den Sechszylinder-Turbos machen der Motorenschmiede aber seit jeher zu schaffen. Auch beim lang ersehnten Heimspiel in Le Castellet werden die Schwarz-Gelben aller Voraussicht nach wieder nur im Mittelfeld unterwegs sein. Den Fans an der Route des Hauts du Camp dürfte das jedoch egal sein.

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