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COMEBACK: Kubica will neue Geschichten schreiben

Der frühere Sauber-Pilot Robert Kubica ist zurück in der Formel 1. Der Pole ist zwar nur Ersatzfahrer bei Williams, aber trotzdem die Attraktion der Mannschaft.

Popularität in der Formel 1 lässt sich gut daran ablesen, wie viele Journalisten sich um einen Fahrer scharen. Bei Lewis Hamilton oder Sebastian Vettel etwa platzen die Motorhomes von Mercedes beziehungsweise Ferrari bei jedem Medientermin aus allen Nähten. Am Dienstag konnte es ein Ersatzfahrer in dieser Hinsicht mit den Stars der Motorsport-Königsklasse aufnehmen: Robert Kubica war nach seinem ersten Auftritt am Steuer eines Formel-1-Boliden seit 2581 Tagen ein überaus gefragter Mann. Das liegt – bei allen Meriten des Polen, der 2008 den Grossen Preis von Kanada gewann – in erster Linie an der tragischen Geschichte des gebürtigen Krakauers. Kubica galt als kommender Formel-1-Weltmeister, bis er sich 2011 bei einem Rallye-Unfall schwer verletzte. Sein rechter Arm ist bis heute in der Beweglichkeit eingeschränkt. Trotzdem kämpfte Kubica all die Jahre um sein Comeback. Der Williams-Rennstall gab dem mittlerweile 33-Jährigen nun die Chance – wenn auch zunächst nur als Ersatzfahrer. «Es fühlte sich gut an, wieder in einem Formel-1-Auto zu sitzen. Ich habe es wirklich genossen», sagte Kubica am Rande der Testfahrten in Barcelona. Allerdings, und das erklärte der frühere BMW-Pilot mit Nachdruck, habe er keine Lust mehr auf die immer gleichen Fragen. «Natürlich habe ich Einschränkungen», sagte Kubica: «Wir sollten aufhören, ständig darüber zu sprechen. Ich würde gerne neue Nachrichten verbreiten und nicht immer wieder die gleiche Story.»

Kubicas Vorstellung am Dienstagnachmittag bot zumindest Stoff für einen zweiten Erzählstrang. Der Pole drehte im Williams FW41 insgesamt 45 Runden und war mit einer Bestzeit von 1:21,495 Minuten rund vier Zehntel schneller als der Russe Sergej Sirotkin, der bei der Vergabe des Stammcockpits bei Williams den Vorzug erhalten hatte. Kubica verspürt deswegen nach eigener Aussage keinen Groll mehr. Mittlerweile sei er «glücklich mit dem Verlauf der Dinge». Er sei «nicht hier, um schnelle Runden zu fahren, sondern um dem Team Erkenntnisse zu liefern». Eines hat Kubica mit seiner blossen Anwesenheit bereits bewirkt: Der einstige Weltmeister-Rennstall Williams, der seit Jahren im breiten Mittelfeld der Formel 1 versandet ist, erscheint durch den Polen ein bisschen weniger grau. (sid)

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