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CLUBKRISE: Kritische, aber dezente Gönner

Gönner des FC St. Gallen sind «beunruhigt über die Orientierungslosigkeit» des Vereins. Eine Welle von Rücktritten aus dem Dienstagclub wird aber nicht erwartet. Man wolle «kein Öl ins Feuer giessen».
Der Blick aus der Loge: Gönner des FC St. Gallen halten sich an die Devise «abwarten und beobachten». (Bild: Urs Jaudas)

Der Blick aus der Loge: Gönner des FC St. Gallen halten sich an die Devise «abwarten und beobachten». (Bild: Urs Jaudas)

Ralf Streule

Wenn derzeit, mitten in der Führungskrise des FC St. Gallen, der grösste Gönnerclub des Fussballvereins zur Generalversammlung lädt, dürften die Fetzen fliegen. Würde man meinen. Doch der Dienstagabend, als sich ein Teil der rund 250 Mitglieder des Gönnervereins Dienstagclub im Stadion hinter geschlossenen Türen zur Versammlung traf, verlief «überraschend ruhig», wie einige Teilnehmer berichten. Präsident Martin Schönenberger, der kürzlich als Folge der Querelen eine Wiederwahl als FC-St. Gallen-Verwaltungsrat ausschloss, habe bewusst «kein Öl ins Feuer giessen» wollen, heisst es.

Zwar habe Schönenberger das Thema einleitend gestreift – traktandiert war es aber nicht offiziell. Und nur eine kurze Mitgliederfrage betraf die Unruhen im Club: Wie ist die kritische Stimme des Dienstagclub künftig im FC St. Gallen vertreten, wenn Schönenberger keinen Einsitz mehr hat im Verwaltungsrat? Die Antwort, kurz gefasst: aus etwas grösserer Distanz. Aber mit Sicherheit bleibt der Einfluss des Dienstagclubs weiter relevant: Er spricht immerhin rund 1,5 Millionen Franken jährlich.

Personelle Entwicklungen werden schon lange kritisiert

Unkritisch sind die Gönner keinesfalls. Gespräche zeigen: Den Veränderungen im FC St. Gallen steht man eher negativ gegenüber. Die personellen Entwicklungen im FC St. Gallen – angeblich von Hauptaktionär Dölf Früh über den Verwaltungsrat hinweg mit gesteuert – seien schon ein Thema im Dienstagclub gewesen, bevor sie medial angegangen worden seien, so ein Mitglied. Man zeigt sich «beunruhigt über die Orientierungslosigkeit» und über die «schwache Krisenkommunikation». Und auch der Abgang von Pascal Kesseli als CEO der Event AG und als «Bindeglied zum Gönnerverein» wird kritisiert. «Viele von uns schätzten ihn sehr – es zeigte sich keiner froh, dass er weg ist.» Rücktritte aus dem Gönnerclub, quasi als Abstrafung des FC St. Gallen, seien aber vorläufig wohl nicht zu erwarten, sagt ein Mitglied. «Viele sind mit Herzblut dabei, uns geht es ums Sportliche.» Vorläufig heisse die Devise «abwarten und beobachten». Mit Argusaugen schauten viele Mitglieder auf den von Früh angekündigten Verkauf seines Aktienpakets.

Sessa als Gönnerpräsident im Ausstand

Im Pioneers-Club – einem Gönnerverein, der sich dem Nachwuchs verschreibt – hat es hingegen eine gewichtige Änderung gegeben. Marco Sessa, der kürzlich sein Amt als Stadionmanager kündigte, tritt als Präsident der Gönnervereinigung in den Ausstand. In einem dieser Zeitung vorliegenden Mitgliederschreiben des Pioneers-Club heisst es: «Wir suchen umgehend den Kontakt zur FCSG-Clubleitung – mit dem Ziel, Antworten auf Fragen zur Zukunft, zum weiteren Vorgehen, zur Vision der Clubleitung usw. zu erhalten.»

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