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Cilic zerzaust schläfrigen Nishikori

Der Sieger der Swiss Indoors heisst Marin Cilic. Im Final gewinnt der Kroate gegen Kei Nishikori 6:1, 7:6 – und gehört wieder zu den zehn Besten der Welt.
Ralf Streule/Basel

Vielleicht hatte Kei Nishikori ganz einfach schlecht geschlafen in der Nacht auf Sonntag. Vielleicht hatte ihn der Halbfinal-Kampf am Tag zuvor gegen Gilles Muller zu sehr strapaziert. Oder es lähmte ihn die Erinnerung an die US Open 2014, als er im Final gegen Marin Cilic beim 3:6, 3:6, 3:6 vorgeführt wurde. Schon im TV-Interview kurz vor dem Swiss-Indoors-Final gegen den selben Gegner schien er nicht ganz bereit. «Ich freue mich auf das Spiel morgen. Äh, heute», sagte der Japaner und brachte die rund 9000 Zuschauer in der St. Jakob-Halle zum Lachen.

Wucht in den Aufschlägen, Präzision in Passierbällen

Auch den Start ins Spiel verpasste der Weltranglisten-Fünfte völlig. Was sein Gegner mit Wucht und Präzision ausnutzte. Die Wucht lag in Cilics Aufschlägen, die Präzision in seinen Passierbällen, wenn der Japaner bei eigenem Aufschlag zu zögerlich ans Netz aufrückte. Zweimal konnte Cilic den Japaner im ersten Satz breaken, ohne selber bei eigenem Aufschlag in Bedrängnis zu kommen. 6:1 war das Verdikt. «Er startete aggressiv», blieb Nishikori nach dem Spiel nur zu sagen. Und Cilic sagte das, was man bei ihm gespürt hatte: «Ich hatte einen guten Kopf, viel Energie. Und ich war fokussiert.»

Erst spät begann Nishikori, sich auf seine Stärken zu besinnen: die Wendigkeit, Schnelligkeit und das taktisch kluge Spiel. Plötzlich, gegen Ende des zweiten Durchgangs, erstarkte er, vergab beim Stand von 4:5 sogar zwei Satzbälle. Doch sogar in diesem Moment habe er nie richtig das Gefühl gehabt, «zurück im Spiel zu sein», sagte der 26-Jährige später. «Es war nicht mein Tag.» Nervenstärker war Cilic auch danach im Tie Break, wo sich Nishikori zum Abschluss der Partie einen Doppelfehler leistete.

Cilic hofft auf Masters und freut sich auf Daviscup

Cilic, der in Basel bei seinen drei vorherigen Teilnahmen nie über den Viertelfinal hinausgekommen war, gewinnt mit dem Sieg bei den Swiss Indoors ein Preisgeld von 387 100 Euro. Und er macht einen weiteren Schritt in Richtung ATP-Finals von Mitte November in London. Er ist der neuntbeste Spieler des Jahres 2016 – und stünde beim derzeitigen Punktestand im Masters-Achterfeld, da der vor ihm plazierte Nadal die Saison beendet hat. Noch steht aber in den kommenden Tagen das 1000er-Turnier in Paris-Bercy an. Noch wichtiger als eine Qualifikation für die Masters dürfte für Cilic aber etwas anderes sein: Ende November steht er mit seinem Team im Daviscup-Final gegen Argentinien.

Nishikori verpasste den Sieg in Basel zum zweiten Mal. 2011 war er im Final an Roger Federer gescheitert. Doch auch er nimmt etwas vom Turnier mit: 181 800 Euro. Und die Gewissheit, kommende Woche in der Weltrangliste wieder auf Platz vier zu stehen. Vor Milos Raonic, der bereits am Dienstag die Heimreise aus Basel antreten musste.

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