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CHANCE: Wiederaufstieg ist zum Greifen nah

Für den Skirennfahrer Ralph Weber ist der Super-G in Kvitfjell entscheidend. Holt der 24-jährige Gossauer genug Punkte, könnte er den Schritt zurück ins A-Kader schaffen.
Raya Badraun
«Manchmal fehlte nicht viel zu einem Topresultat», sagt der Skirennfahrer Ralph Weber. (Bild: Johann Groder/Expa/Freshfocus)

«Manchmal fehlte nicht viel zu einem Topresultat», sagt der Skirennfahrer Ralph Weber. (Bild: Johann Groder/Expa/Freshfocus)

Raya Badraun

Ralph Weber ist einer der wenigen Flachländer unter den Skifahrern. «Alle sind in den Bergen aufgewachsen – ausser ich», sagt der Gossauer. «Wenn ich nicht Optimist wäre, dann wäre ich nie so weit gekommen.» Diese Grundhaltung begleitet ihn auch dann, wenn es schwierig wird – wie zuletzt. Seit vergangener Saison hat Weber Mühe im Skiweltcup. In diesem Jahr ist sein bestes Resultat ein 32. Rang in der Abfahrt und ein 19. Platz im Super-G. «Manchmal fehlte nicht viel zu einem Topresultat», sagt der 24-Jährige. Beim 19. Rang in Kitzbühel trennten ihn nur 22 Hundertstelsekunden von Rang elf. Zum Vergleich: Aksel Lund Svindal gewann damals mit 50 Hundertstel Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Weniger eng war es hingegen in der Abfahrt. Zum Teil beging Weber zu viele kleine Fehler und fuhr zu wenig konsequent. Dazu kam manchmal auch noch Pech. In der Abfahrt ist eine tiefe Startnummer der erste Schritt zum Erfolg. Doch ohne Erfolge keine gute Startnummer – ein Teufelskreis.

Im vergangenen Frühling fiel Weber aus dem A-Kader von Swiss Ski. Nur knapp verfehlte er damals einen Platz unter den Top 30 in der Super-G-Wertung. Dies hatte zur Folge, dass er weniger Ausrüstung erhielt. Auch die Suche nach Sponsoren sei generell schwieriger. «Im B-Kader ist man einer von vielen», sagt Weber. Er habe jedoch Glück gehabt, werde er doch grösstenteils von regionalen Firmen unterstützt, deren Vertreter er persönlich kennt und die an ihn glauben.

Die Pause während der Spiele tat ihm gut

Nun könnte Weber wieder ins A-Kader aufsteigen. Der Super-G am Sonntag in Kvitfjell ist dabei entscheidend. Momentan belegt der Juniorenweltmeister von 2012 in der Disziplinenwertung den 29. Rang. Der Wiederaufstieg ist damit zum Greifen nah. Doch Weber will nicht zu viel Druck aufbauen, versucht es locker zu nehmen und bleibt trotzdem Optimist. Dabei hat ihm auch die Pause während der Olympischen Spiele in Pyeongchang geholfen, die er für Trainings und einen Besuch in Gossau nutzte. «Das tat mir gut.»

Doch Weber sagt auch: «Wenn ich es nicht schaffe, muss ich Konsequenzen ziehen.» Bereits im vergangenen Herbst hatte er einen Termin mit einem Sportwissenschafter. Vorerst war es nur ein Kennenlernen und Austauschen. Weber wollte herausfinden, welche Philosophie sein Gegenüber vertritt. «Manchmal macht man über Jahre das Gleiche, weil es alle auch so machen, obwohl man es auch anders und besser machen könnte», sagt Weber. Diese «Überlegungsfehler» will er mit der Hilfe des Sportwissenschafters finden und eliminieren. Für konkrete Änderungen sei es jedoch noch zu früh. Zuerst stehen die letzten Rennen der Saison an. Erst dann plant der Gossauer weiter. Er hat noch viel vor. «Ich hoffe, dass meine Karriere noch lange dauert.»

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