CHAMPIONS LEAGUE: Rom, Liverpool oder Madrid? Hauptsache Kiew

Bayern München ist nach dem glanzlosen Einzug in die Halbfinals heiss auf das Endspiel in der Ukraine, will aber von der Favoritenrolle nichts wissen. «Die verrückten Ergebnisse in den Viertelfinals sind ein Warnschuss», so Mats Hummels.

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Mats Hummels (Bild: AP)

Mats Hummels (Bild: AP)

Rom, Liverpool oder Madrid? Hauptsache Kiew! «Wenn du im Halbfinal stehst, gibt es kein anderes Ziel mehr. Dann willst du auch den letzten Schritt machen und in den Final. Das haben wir uns ganz klar auf die Fahne geschrieben», sagte Mats Hummels mit Blick auf das Endspiel in der Champions League am 26. Mai in der ukrainischen Hauptstadt.

Die wenig berauschende Nullnummer im Viertelfinalrückspiel gegen den FC Sevilla, die zum siebten Einzug in die Halbfinals der Königsklasse in den vergangenen neun Jahren reichte, hatten die Bayern schnell abgehakt. Das Traumziel Kiew und die möglichen Gegner Real Madrid mit Cristiano Ronaldo, Jürgen Klopps FC Liverpool sowie Messi-Bezwinger AS Roma rückten vor der Auslosung in Nyon schnell in den Mittelpunkt.

Nach dem überraschenden Aus der Titelanwärter FC Barcelona und Manchester City wollte sich der Rekordmeister auf dem Weg zum zweiten Triple nach 2013 nicht in die Favoritenrolle drängen lassen. «Natürlich sind wir gierig und wollen durchziehen», sagte Captain Thomas Müller, «aber es wird keinen leichten Gegner geben.» Die drei möglichen Kontrahenten bewegten sich «absolut auf Topniveau. Wir haben natürlich Ambitionen, wir haben Ehrgeiz, aber man darf keine Mannschaft unterschätzen», so Erfolgstrainer Jupp Heynckes, der bei allen seinen Teilnahmen an der Champions League ins Endspiel kam. Vor allem die «verrückten Ergebnisse in den Viertelfinals» seien für die Bayern ein «wichtiger Warnschuss», so Hummels: «Die Qualität ist so gross, da darf man sich keinen Durchhänger erlauben.»

Müller: «Ein bisschen mehr Mut»

In der vergangenen Saison war gegen Real Madrid im Viertelfinal Endstation gewesen. «Dann nehmen wir gerne Revanche», so Joshua Kimmich, «aber wir dürfen nicht den Fehler machen, zwei Schritte vorauszudenken.» Zumal die Vorstellung gegen Sevilla wahrlich «kein Leckerbissen» war, wie Müller zugab: «Ein bisschen mutiger würde uns gut zu Gesicht stehen.» Dennoch: Die Kritik an der glanzlosen Darbietung hielt sich in Grenzen. Präsident Uli Hoeness war sogar «sehr stolz» auf seine Spieler. «Wenn man gesehen hat, was in Rom und Madrid passiert ist, war es richtig, nicht ins offene Messer zu laufen. Das war sehr professionell.» (sid)