CHAMPIONS LEAGUE: Guardiola hofft auf die Wende

Manchester City und die AS Roma gehen heute mit einem Drei-Tore-Handicap in die Viertelfinal-Rückspiele.

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Manchester Citys Trainer Pep Guardiola ist für vieles bekannt. Doch eines ist ihm noch nicht ­gelungen: eine legendäre Aufholjagd in einem europäischen Wettbewerb. Als Trainer des FC Barcelona, von Bayern München und Manchester City hat er es auch bloss einmal erlebt, ein 0:3 aus dem Hinspiel aufholen zu müssen. Das war mit Bayern in den Halbfinals 2015 gegen seinen ehemaligen Club Barcelona. Das Rückspiel endete zwar mit einem Sieg, aber eben nur mit einem 3:2, die Bayern schieden aus. Und trotzdem: Man traut Guardiola und dem Team zu, den 0:3-Rückstand gegen Liverpool wettzumachen. Schon einmal in dieser Saison hat Manchester City diesen Gegner im heimischen Stadion überfahren und 5:0 gewonnen.

Typische Schwächephasen

Es gäbe einige Beispiele, aus denen Manchester City Hoffnung schöpfen könnte. Wären da bloss nicht die Eindrücke der vergangenen Tage. Auf das 0:3 in Liverpool folgte die 2:3-Heimniederlage gegen Manchester United. Eine 2:0-Pausenführung wurde innerhalb von 15 Minuten in eine Niederlage umgewandelt. Der Trainer tut gut daran, sich darüber Gedanken zu machen – nicht nur im Hinblick auf das Rückspiel gegen Liverpool. Denn es ist ein Muster erkennbar, das Schwächephasen offenbart, welche Teams von Guardiola immer ­wieder befallen. Gegen Liverpool kassierte sein Team drei Gegentore in 19 Minuten. Mit Bayern verpasste Guardiola den Champions-League-Final 2014, weil im Rückspiel in München Real Madrid nach 34 Minuten 3:0 führte. Ein Jahr später erzielte Barcelona gegen Guardiolas Bayern im Halbfinal-Hinspiel in der Schlussviertelstunde drei Tore. (sda)