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CHAMPIONS LEAGUE: Argentinischer Tango

Im heutigen Viertelfinal-Hinspiel zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona wollen die Turiner Revanche für die Finalniederlage von 2015. Mit den Toren des Argentiniers Gonzalo Higuain.
Lukas Plaschy, Turin
Gonzalo Higuain (rechts) ist in Topform und heute als früherer Spieler von Real Madrid besonders motiviert. (Bild: Alessandro Di Marco/EPA)

Gonzalo Higuain (rechts) ist in Topform und heute als früherer Spieler von Real Madrid besonders motiviert. (Bild: Alessandro Di Marco/EPA)

Lukas Plaschy, Turin

Nimmt man die Hauptprobe als Massstab, dann geht Juventus Turin mit dem Maximum an Selbstvertrauen in den ersten Akt gegen den FC Barcelona. Während die Katalanen in Malaga 0:2 unterlagen und Neymar durch eine rote Karte verloren, erfüllte Juventus im Heimspiel gegen Chievo Verona die Pflicht mit einem ungefährdeten 2:0-Erfolg. Es war der 32. Sieg in Folge im «Juventus Stadium». Im Umfeld der Turiner zeigt man sich optimistisch, heute ab 20.45 Uhr in der Champions League dem Finalgegner von 2015 auf Augenhöhe zu begegnen. Trainer Massimiliano Allegri sagt: «Ohne Angst und mit der Gewissheit, wer wir sind.»

So richtig überzeugend waren die jüngsten Auftritte des italienischen Rekordmeisters allerdings nicht. Vielmehr machte in der Serie A meist die individuelle Klasse die Differenz für den Meister der vergangenen fünf Jahre. Vor allem den Geniestreichen der beiden Argentinier Gonzalo Higuain und Paulo Dybala fallen die gegnerischen Abwehrreihen scharenweise zum Opfer. Der 23-jährige Dybala ist mit seinen Dribblings für die Überraschungsmomente zuständig und der ideale Passgeber für seinen sechs Jahre älteren Landsmann. «La Joya» (das Juwel) und der «Pipita» (die grosse Nase) bilden ein Duo, das wettbewerbsübergreifend bereits 41 Tore erzielt hat. Higuain hatte in der vergangenen Saison Napoli mit 36 Treffern praktisch im Alleingang in die Champions League gebracht.

Arrivederci Espresso

Obwohl in Neapel verehrt, entschied sich der Angreifer im vergangenen Sommer für einen Wechsel in den Norden. 90 Millionen Euro zahlte Juventus an Napoli und 7,5 Millionen Euro pro Jahr bis 2021 an Higuain. Zusammen mit der Verpflichtung von Spielmacher Miralem Pjanic – für 32 Millionen Euro von der AS Roma – sollte die nationale Konkurrenz geschwächt sowie die Differenz zu den anderen europäischen Topclubs verringert werden. Als sich Higuain nach den Sommerferien in Turin präsentierte, tat er dies mit einigen Pfunden zu viel. Kritiker spotteten, Juventus habe Higuain wohl pro Kilo bezahlen müssen. Mit mehr Mate-Tee statt neapolitanischem Espresso und einigen Sonderschichten mit dem Fitnesscoach erreichte der im französischen Brest geborene Argentinier wieder das Kampfgewicht.

In Turin fuhr Higuain dort weiter, wo er in Neapel aufgehört hatte – mit Tore erzielen. 21 waren es in bisher 27 Meisterschaftsspielen. «Mir geht es nicht um persönliche Triumphe, sondern um die Mannschaft», sagt Higuain. Im März hatte der Mittelstürmer allerdings Ladehemmungen, ganze fünf Spiele lang. Nun zahlte der 29-Jährige seine Schulden mit Zinsen zurück. Die zwei Tore gegen seinen früheren Verein Napoli bedeuteten die Finalqualifikation im Cup, und beim Heimsieg gegen Chievo war Higuain ebenfalls Doppeltorschütze.

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