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SC Kriens erzielt gegen Lausanne ein 1:1 dank Goalie-Fehler

Unentschieden Nummer 9 im 14. Spiel des SC Kriens in der Challenge League: Beim 1:1 daheim gegen Lausanne profitiert der SCK auch von einem Fehler des gegnerischen Goalies.
Turi Bucher
Lausanne-Torhüter Thomas Castella hat soeben das 1:1 «produziert», Kriens-Stürmer Saleh Chihadeh freut sich über den Ausgleich. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Kriens, 11. November 2018))

Lausanne-Torhüter Thomas Castella hat soeben das 1:1 «produziert», Kriens-Stürmer Saleh Chihadeh freut sich über den Ausgleich. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Kriens, 11. November 2018))

Der SC Kriens bot am Sonntagnachmittag einen begeisternden Match. SCK-Sportchef Bruno Galliker befand nach dem Schlusspfiff, Kriens habe grosse Klasse gezeigt und «einen sensationellen Auftritt».

Es war tatsächlich ein mitreissendes Spiel zwischen den Waadtländern, die im Sommer aus der Super League abgestiegen, und den Luzernern, die von der Promotion League aufgestiegen waren. Dort Lausanne-Sport, das mit einem vom Chemiekonzern Ineos alimentierten Topkader (Rapp, Margiotta, Cabral, Flo, Brandao, Kukuruzovic) antreten kann – hier Kriens, das praktisch jeden Rappen umdrehen muss. So kam es zu einem mitreissenden Duell, zu einem Schlagabtausch zwischen dem einheimischen Underdog und dem Gästeteam, das mit dem Auftrag «Wiederaufstieg» diese Challenge-League-Saison bestreitet.

Wieder einmal geriet der SC Kriens in Rückstand. Einen Grund hat das jeweils schon: Die Krienser Gegner scheinen mit viel weniger Aufwand zu ihren Treffern zu kommen – was aber meistens weniger dem Abwehrverhalten des SCK geschuldet ist, sondern vielmehr den (auch gegen Lausanne) zahlreich ausgelassenen Torchancen.

Lausannes Andi Zeqiri war in der 35. Minute von Innenverteidiger Goncalo Brandao schön freigespielt worden, Zeqiri traf auf der rechten Seite mit einem Flachschuss zum 1:0 für Lausanne. Kriens hatte bis dahin so viel Aufwand betrieben – nun lag man abermals im Hintertreffen. Gleich nach der Pause (47.) hatte Kriens Glück: Goalie Simon Enzler parierte einen gefährlichen Freistoss von Stjepan Kukuruzovic gut, musste den gefährlichen Ball aber abprallen lassen – beinahe wäre im Nachschuss das 2:0 und wohl auch die Vorentscheidung gefallen.

Ein äusserst kurioses Tor zum 1:1

Und gleich nochmals Krienser Glück. Der 1:1-Ausgleich kam in der 52. Minute auf äusserst kuriose Weise (nachzusehen im Matchcenter-Video auf www.sfl.ch) zu Stande: Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Dario Ulrich flankte von links auf das Lausanne-Tor, der Ball flog und flog und senkte sich plötzlich. Goalie Thomas Castella streckte beide Arme in die Höhe und fing sicher, prallte dabei aber an den Pfosten und liess schliesslich den Ball ins Netz fallen. Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk sozusagen, merci pour le cadeau, Monsieur Castella.

Nun rauschten die Krienser mit viel Leidenschaft über den Kunstrasen. Stürmer Saleh Chihadeh beförderte den Ball in der 73. Minute mit der Schuhspitze zum 2:1 ins Tor – doch der Linienrichter hatte eine Abseitsposition entdeckt. «Ich bin nicht zufrieden mit dem Unentschieden», sagte Chihadeh hinterher. «Wir dürfen solche Spiele auch mal gewinnen.» Chihadeh reist nun während der Meisterschaftspause mit einem Aufgebot der palästinensischen Nationalmannschaft via Jordanien in seine Heimat. Auf dem Programm stehen zwei Testspiele gegen Pakistan und China im Hinblick auf den Asien-Cup. Chihadeh hofft auf sein 1. Länderspiel für Palästina.

Zurück zum Krienser Remis gegen Lausanne. Von Giorgio Contini, dem Trainer der Gäste, gab’s noch ein Lob für den SCK: «Clever, wie die das machen. Kriens ist nicht nur für uns ein unbequemer Gegner, sondern für alle Teams in dieser Liga.»

Ja, Kriens begeisterte die 2100 Zuschauer mit einem beherzten Auftritt. Aber am Schluss resultierte wieder nur ein Punkt. Man möchte fast sagen: wieder nur ein guter Punkt.

14. Runde: Kriens – Lausanne-Sport 1:1. Aarau – Rapperswil-Jona 3:0. Vaduz – Wil 0:2.
Samstag: Schaffhausen - Chiasso 3:2.

1. Servette 14 8 3 3 25:11 27
2. Wil 14 7 4 3 19:13 25
3. Winterthur 14 7 3 4 23:19 24
4. Lausanne 14 5 7 2 22:15 22
5. Schaffhausen 14 5 4 5 18:21 19
6. Vaduz 14 5 3 6 20:22 18
7. Rapperswil 14 5 2 7 19:22 17
8. Kriens 14 2 9 3 18:20 15
9. Aarau 14 4 1 9 19:25 13
10. Chiasso 14 3 2 9 16:31 11

Kriens – Lausanne-Sport 1:1 (0:1)
Kleinfeld. – 2100 Zuschauer. – SR Piccolo.
Tore: 35. Zeqiri 0:1. 52. Ulrich 1:1.
Kriens: Enzler; Urtic, Elvedi, Hasanaj; Mijatovic (46. Ulrich); Bürgisser; Siegrist, Wiget, Rüedi (73. Selmani), Costa; Chihadeh.
Lausanne: Castella; Monteiro, Brandao, Flo; Cabral; Nganga, Geissmann (67. Schmid), Kukuruzovic (87. Dominguez), Asllani (72. Rapp); Zeqiri, Oliveira (60. Margiotta).
Bemerkungen: Kriens ohne Seferagic, Sulejmani und Fäh (alle verletzt). Lausanne ohne Loosli, Manière, Nanizayamo und Tejeda (alle verletzt). 22. Flanke von Mijatovic auf die Lattenoberkante. 74. Tor von Chihadeh wegen Abseits aberkannt. Verwarnungen: 10. Bürgisser, 66. Geissmann, 86. Monteiro, 88. Cabral (alle Foul).

Aarau – Rapperswil-Jona 3:0 (3:0)
2847 Zuschauer. – SR Horisberger.
Tore: 8. Maierhofer 1:0. 15. Maierhofer 2:0. 24. Eigentor Morganella 3:0.sdf

Vaduz – Wil 0:2 (0:2)
1557 Zuschauer. – SR Schärli.
Tore: 8. Havenaar 0:1. 41. Breitenmoser 0:2.

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