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Skifahrerin Carole Bissig hofft auf ein WM-Ticket

Carole Bissig fährt in ihrer zweiten Weltcup-Saison solide, zufrieden ist die 22-jährige Nidwaldnerin damit aber nicht. Morgen Donnerstag, im Europacup-Slalom auf der Melchsee-Frutt, soll der Knoten aufgehen.
Stephan Santschi
Carole Bissig bei einem Medientermin im Vorfeld der Weltcup-Rennen von St. Moritz. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Moritz, 7. Dezember 2018))

Carole Bissig bei einem Medientermin im Vorfeld der Weltcup-Rennen von St. Moritz. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Moritz, 7. Dezember 2018))

«Ich möchte Vollgas geben und die Lockerheit wiederfinden. Und ich strebe nach einem Platz in den Top 5.» So formuliert Carole Bissig ihre Zielsetzung für die beiden Europacup-Slaloms am Donnerstag (ab 14 Uhr) und Freitag (ab 17.30 Uhr) auf der Melchsee-Frutt. Damit strebt sie nach ihrer besten Klassierung im Europacup überhaupt, bisher steht in dieser Hinsicht ein siebter Rang zu Buche – eingefahren vor zwei Jahren in Italien.

Wichtiger als die Position im Ranking ist der 22-jährigen Nidwaldnerin allerdings das Fahrgefühl. «Freude» wolle sie wieder empfinden, betont sie. Wenn ihr das gelinge, sei sie einen Schritt weiter – zuletzt habe sie nämlich zu viel studiert. Anders formuliert: Carole Bissig möchte in den Obwaldner Bergen jenen emotionalen Knoten lösen, den sie sich vergangene Saison mit guten Leistungen eingehandelt hat.

Gutes Weltcup-Début sorgt für negativen Druck

Was etwas paradox klingt, erklärt sich mit dem Druck, den sie sich in ihrer zweiten Weltcupsaison macht. «Letztes Jahr fuhr ich mit hohen Startnummern auf den 17. und 18. Platz, später wurde ich trotz eines groben Bocks noch 23. Jetzt hatte ich mit Startplätzen in den Top 30 immer eine gute Ausgangslage. Da erwartet man natürlich mehr.»

Schlecht waren die Auftritte bisher zwar nicht, Bissig fuhr im Slalom viermal in die Weltcuppunkte. Klassierungen zwischen den Plätzen 23 und 28 entsprachen aber nicht ihren Vorstellungen. «Das ist eine Einstellungssache. Ich muss das Negative auf die Seite schieben. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin, gebe ich mir dafür aber keine Zeit.»

Für etwas Zerstreuung könnte ihr Hobby, die Ölmalerei sorgen. Oder das Wälzen der Bücher, im letzten Sommer hat sie an der Minerva-Schule in Luzern die KV-Lehre begonnen. «Für beides finde ich momentan aber nicht viel Zeit.» Eine sportliche Abwechslung brachten immerhin die letzten beiden Tage in Zinal VS, wo sie am Montag und Dienstag jeweils einen Europacup-Riesenslalom bestritt. Die Ränge 44 und 47 wirken dabei nicht gerade berauschend, mehr habe sie aber auch nicht erwarten dürfen. «Ich habe letztmals im November einen Riesenslalom bestritten. Mein Fokus liegt auf dem Slalom. In dieser Disziplin möchte ich dereinst Weltcupsiege einfahren», stellt die Nidwaldnerin klar. Als nächstes Etappenziel soll in dieser Saison ein Top-30-Platz in der Schlussrangliste des Slalom-Weltcups her.

Formstarke Aline Danioth steht ebenfalls am Start

In den Obwaldner Europacup-rennen hofft sie nun auf jenes Erfolgserlebnis, das die Trendwende einläuten soll. Mehr noch: Mit einem positiven Auftritt könnte sie sich vielleicht sogar nochmals für den vierten Schweizer Startplatz im WM-Slalom von Åre ins Gespräch bringen. «Bisher wurden Wendy Holdener, Michelle Gisin und Aline Danioth selektioniert. Ob der vierte Platz noch vergeben wird, ist offen. Wenn, dann ginge er wohl an Elena oder mich.» Gemeinsam mit der Walliserin Elena Stoffel, die ebenfalls auf der Frutt am Start steht, belegt sie derzeit den 39. Platz im Gesamtklassement des Slalom-Weltcups. Auch die Urnerin Aline Danioth, die in dieser Weltcupsaison mit einem zehnten Platz und vier Top-20-Klassierungen auftrumpfen konnte, wird sich dem Zentralschweizer Heimpublikum präsentieren.

Europacup-Rennen der Frauen auf Melchsee-Frutt. Donnerstag, 1. Slalom: 14.00 1. Lauf; 16.30 2. Lauf. – Freitag, Nachtslalom: 17.30 1. Lauf; 20.00 2. Lauf (Piste Cheselen).

Infos: www.melchsee-frutt.ch

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