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Cancellara nur von Sagan besiegt

Fabian Cancellara verpasst den vierten Sieg an der Flandern-Rundfahrt und damit eines seiner grossen Saisonziele. Hinter dem Slowaken Peter Sagan muss der 35jährige Berner bei seiner letzten Teilnahme mit Platz zwei vorliebnehmen.
Sandro Mühlebach/sda
Fabian Cancellara gratuliert am Zielort Oudenaarde Weltmeister Peter Sagan (rechts), der mit der Flandern-Rundfahrt erstmals ein Radsport-Monument gewinnt. (Bild: Panoramic/Nico Vereecken)

Fabian Cancellara gratuliert am Zielort Oudenaarde Weltmeister Peter Sagan (rechts), der mit der Flandern-Rundfahrt erstmals ein Radsport-Monument gewinnt. (Bild: Panoramic/Nico Vereecken)

RAD. «Ich trete an, um zu gewinnen, nicht um Zweiter oder Dritter zu werden», hatte Fabian Cancellara im Vorfeld der 100. Flandern-Rundfahrt verkündet. Viel fehlte nicht, um mit einem vierten Sieg als alleiniger Rekordsieger in die Geschichtsbücher einzugehen. Gegen den entfesselten Weltmeister Peter Sagan war jedoch kein Kraut gewachsen. «Es ist nicht das, was ich wollte», zeigte sich der 35jährige Cancellara, der Ende Saison abtritt, entsprechend enttäuscht. Die Entscheidung fiel nicht an einem der berüchtigten Anstiege, den sogenannten Hellingen, sondern in der Fläche rund 30 Kilometer vor dem Ziel. Sagan attackierte etwas überraschend bereits zu diesem Zeitpunkt zusammen mit dem Polen Michal Kwiatkowski und dem Belgier Sep Vanmarcke. Cancellara zögerte einen Moment, und das Trio war entwischt. Der unerwartete Zug Sagans, der sein erstes «Radsport-Monument» gewann, setzte die Gegner schliesslich schachmatt.

Poker ging nicht auf

«Es war ein seltsamer, für mich dummer Moment, als sie gingen», beschrieb Cancellara nach dem Rennen die Situation. «Sie schauten zurück, da waren zwei, drei Meter, und es kam hinten nicht die richtige Reaktion.» Er hab in diesem Moment pokern müssen, so Cancellara weiter. «Das Team Sky von Kwiatkowski war noch zu dritt in unserer Gruppe. In so einem Moment muss man vorsichtig sein. Ich entschied mich deshalb, nicht mitzugehen. Ich bin nicht Superman, der alles tun kann.»

Statt zu reagieren, fuhr Cancellara am Hinterrad seines Teamkollegen und zweifachen Siegers der Flandern-Rundfahrt Stijn Devolder ruhig weiter. Der Entscheid erwies sich im nachhinein als Fehler. Rund eine halbe Minute verlor Cancellara in dieser Phase. Erst 18 Kilometer vor dem Ziel am «Oude Kwaremont», jener Steigung, an der er bei seinen Siegen 2010, 2013 und 2014 meist die Differenz herbeigeführt hatte, griff Cancellara an.

In seiner unnachahmlichen Art zog er in der Folge an den meisten Gegnern vorbei – mit Ausnahme von Sagan und Vanmarcke. Sagan zog am Paterberg, dem letzten von 18 Hindernissen, solo davon. Zusammen mit Vanmarcke machte sich Cancellara auf die Verfolgung. Das Handicap von rund 15 Sekunden wog aber zu schwer. Trotz seiner Zeitfahrer-Qualitäten vermochte Cancellara den Slowaken auf den letzten 13 Kilometer des prestigeträchtigen Rennens nicht mehr einzuholen.

Kampflos auf Platz zwei

Auf der Zielgeraden überliess Vanmarcke Cancellara den zweiten Rang kampflos. «Das Rennen so zu verlassen, ist nicht schlecht», sagte Cancellara nach der «vielleicht härtesten Flandern-Rundfahrt». «Aber Zweiter ist nicht Erster. Ich wusste, dass ich an den letzten beiden Anstiegen die Differenz schaffen kann. Leider war dies nicht genug.» Vorjahressieger Alexander Kristoff kam auf Platz vier. (sda)

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