Alain Berset auf CNN zum St.Galler Verhüllungsverbot: «Ich habe in der Schweiz noch nie eine Burka gesehen»

In einer Talk-Runde des amerikanischen TV-Senders CNN äusserte sich Bundespräsident Alain Berset zum Verhüllungsverbot im Kanton St.Gallen. Das kontroverse Burkaverbot sorgt auch in den USA für Diskussionsstoff. 

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Alain Berset (links) und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto während der Pressekonferenz am «Bloomberg Global Business Forum» am 26.September in New York.  (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Alain Berset (links) und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto während der Pressekonferenz am «Bloomberg Global Business Forum» am 26.September in New York.  (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

(bro) Als Bundespräsident Alain Berset letzte Woche in New York an der Uno-Generalversammlung weilte, nahm er auch am «Bloomberg Global Business Forum» teil, wie der «Blick» am Montag berichtete. 

In der Talkrunde stellte sich Berset gemeinsam mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto und Bill McDermott , CEO von Software-Riese SAP, den Fragen von CNN-Moderator Fareed Zakaria zum Thema Handelsbeziehungen und Migration.

Ein Zeichen für Ängste

Ein Teil des Talks wurde am Sonntagabend auf CNN ausgestrahlt. Berset äusserte sich darin zum St.Galler Burkaverbot. Berset sagte, das Verhüllungsverbot sei «keine gute Sache. Aber es ist ein Zeichen für ein Unbehagen in der Bevölkerung, das wir ernst nehmen müssen».

«Ich arbeite in Bern und habe in der Schweiz noch nie eine Burka gesehen», so der Bundespräsident. Für ihn sei das Ja zum Verbot nicht so sehr eine Reaktion auf das tatsächliche «Problem» Burka, sondern vielmehr ein Zeichen für Ängste.

Die Migration mache vielen Leuten zu schaffen. Die Politik müsse nun Wege finden, die Auswirkungen der Einwanderung in die Schweiz anzugehen, so Berset gegenüber «CNN». 

St.Galler Burkaverbot erregt international Aufsehen

Im Kanton St.Gallen haben sich die Stimmbürger klar für ein Burka-Verbot ausgesprochen. Das ist ein Signal für die anstehende Abstimmung auf nationaler Ebene. Und es sorgt für Schlagzeilen in muslimischen Ländern.
Katharina Brenner, Fabian Fellmann, Regula Weik