BUNDESLIGA: Platz zwei im Visier

Borussia Dortmund gewinnt in der 29. Runde gegen den VfB Stuttgart 3:0. Frankfurt und Hoffenheim teilen sich derweil die Punkte mit einem 1:1.

Stefan Wyss (sda)
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Michy Batshuayi erzielte den zweiten Dortmunder Treffer. (Bild: AP)

Michy Batshuayi erzielte den zweiten Dortmunder Treffer. (Bild: AP)

Stefan Wyss (SDA)

Platz eins ist vergeben – jetzt folgt das «Endspiel um Platz zwei». So jedenfalls kündeten die Medien gestern Abend das Revier-Derby vom kommenden Wochenende an. Nach der Niederlage von Schalke gegen den Hamburger SV (2:3) und dem 3:0 von ­Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart sind die beiden Rivalen auf den Rängen zwei und drei nur noch durch einen Punkt getrennt.

Dass Borussia Dortmund in dieser Saison noch Zweiter ­werden kann, erstaunt nach den Leistungen der letzten Wochen und Monate. In der Champions League ohne Sieg ausgeschieden, im Spätherbst auch in der Bundesliga chronisch erfolglos, nach dem Trainerwechsel etwas im Aufwind, aber in der Europa League von Salzburg blossgestellt – und am Osterwochenende von Bayern München gedemütigt (0:6). Es ist das Glück der Dortmunder, dass sich hinter den Bayern kein Team als klare Nummer 2 etabliert hat. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Vor zwei Jahren wurde Dortmund mit 78 Punkten Zweiter. In dieser Saison kann Schalke als derzeitiger Tabellenzweiter bestenfalls noch auf 67 Punkte kommen. Mit ihren 52 beziehungsweise 51 Zählern wären Schalke und Dortmund in der letzten Spielzeit nach 29 Runden bloss auf den Rängen fünf und sechs klassiert gewesen.

Doch gegen Stuttgart hat der BVB immerhin bewiesen, dass er doch mehr spielerische Qualität hat als die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze. Nach einem harzigen Start zeigten Marco Reus, Michy Batshuayi und Co. in der zweiten Halbzeit mit der Führung im Rücken ei­nige sehenswerte Angriffe – mit dem Doppelpass zwischen Torschütze Batshuayi und Nuri Sahin vor dem 2:0 als Höhepunkt.

Frankfurt hält Hoffenheim auf Distanz

Eintracht Frankfurt festigt im Europa-Duell gegen die TSG Hoffenheim seine Position im Kampf ums internationale Geschäft. Der formstarke Luka Jovic brachte in der 49. Minute Frankfurt zunächst in Führung, verletzte sich dabei allerdings am ­rechten Knie und musste wenig später ausgewechselt werden. Die Frankfurter Führung hielt allerdings nicht lange: Serge Gnabry glich in der 56. Minute nach einem Steilpass von Mark Uth aus. Hoffenheim bleibt als Siebter weiterhin in Schlagdistanz zu den Europa-League-Plätzen.