BUNDESLIGA: Bayern Münchens Blitzstart

Der deutsche Rekordmeister startet mit einem 3:1 gegen Leverkusen erfolgreich in die Saison. Admir Mehmedis Ehrentreffer ist ein schlechter Lohn für engagierte Leverkusener.

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Bayerns Joshua Kimmich (links) gegen Leverkusens Admir Mehmedi und Wendell. (Bild: imago)

Bayerns Joshua Kimmich (links) gegen Leverkusens Admir Mehmedi und Wendell. (Bild: imago)

Nach einer Schweigeminute für die Terroropfer in Barcelona legten die Bayern los wie die Feuerwehr. Nach den bescheidenen Leistungen in den Vorbereitungsspielen machte der Titelverteidiger schnell deutlich, dass der Weg zum Meistertitel erneut über München führen wird – und es waren die Neuzuzüge, die sich sogleich positiv in den Vordergrund spielten.

Vor 75 000 Zuschauern, von denen viele während des Wolkenbruchs die Flucht von ihren Tribünenplätzen ergriffen, wirkten die Probleme des FC Bayern in der Vorbereitung wie weggeblasen. In der 9. Minute fiel nach einer Kombination von zwei ehemaligen Hoffenheimern die Führung, als der 21-jährige Niklas Süle eine Freistossflanke von Sebastian Rudy verwertete. Zehn Minuten später erhöhte der von Lyon gekommene Corentin Tolisso auf 2:0. Zudem traf der Franzose noch den Innenpfosten. Nach einer Halbzeitpause, die wegen eines Gewitters eine gute halbe Stunde dauerte, fiel die Entscheidung durch einen Foulpenalty Robert Lewandowskis zum 3:0. Schiedsrichter Tobias Stieler nutzte dabei erstmals in der Bundesliga-Geschichte den Videobeweis. Das 3:1 durch den Schweizer Internationalen Admir Mehmedi in der 65. Minute nach einer schönen Kombination war verdienter, aber letztlich ungenügender Lohn für die Bemühungen Leverkusens.

Leverkusen zu wenig kaltblütig

Das Team des neuen Trainers Heiko Herrlich hatte zwar mehr vom Spiel als die früh in den Spargang wechselnden Münchner, agierte aber viel zu wenig kaltblütig. Zudem zeigte sich Sven Ulreich, der den noch nicht ganz fitten Manuel Neuer im Bayern-Tor vertrat, in glänzender Form. Was den Gegnern zu denken geben müsste: Bei den Bayern fehlte neben Neuer mit Thiago, Juan Bernat, Jérôme Boateng, Javi Martinez und dem hochkarätigsten Neuzuzug James Rodriguez eine halbe Mannschaft. (sda)