Bündner Bücher

SCHLATTINGEN. Daniel Badraun aus Schlattingen ist Lehrer und Autor. Sein nächster Krimi «Hundsvieh» erscheint im Juli – seit dieser Woche bereits ist sein Reise-Lesebuch «Willkommen im Engadin» verfügbar.

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Daniel Badraun schreibt an seinen Kriminalromanen, daheim in Schlattingen. (Bild: Reto Martin)

Daniel Badraun schreibt an seinen Kriminalromanen, daheim in Schlattingen. (Bild: Reto Martin)

Beide Bücher seien seine «Liebeserklärung an den Kanton Graubünden und ganz besonders ans Engadin», sagt der Bündner Daniel Badraun. «Hundsvieh» ist die Geschichte des sympathischen Claudio Mettler. «Das Leben hat mich manchmal leicht gestreift, doch richtig fassen konnte ich es nie», sinniert Mettler auf einer Zugfahrt von St. Moritz nach Chur. Die Freiheit geht ihm über alles. Er lässt sich nicht durch einen Arbeitsvertrag binden. Logisch, dass er in Geldnöten steckt, um so mehr, als seine Freundin seine finanzielle Kragenweite bei weitem sprengt. «Der Hunderter in meiner Tasche gehört nicht mal mir, er ist bloss geliehen», klagt Mettler.

Mettler sei ein Verlierertyp, werde ausgenützt und mehr geschoben, als dass er selbständig gehe: So beschreibt Badraun seinen Helden. Die Figur hat er 1996 geschaffen, und sie spielt seither in vielen seiner Bücher eine zentrale Rolle. Im Kriminalroman «Hundsvieh» wird Mettler in die Machenschaften von Kunstdieben und Viehhändlern verwickelt. Er muss deren Verbrechen aufklären, um nicht selber in die Mühle des Gesetzes zu geraten.

Spannung statt «hohe Literatur»

Daniel Badraun beschreibt seinen Krimi als eine Geschichte, die nicht wahrscheinlich sein muss. Sie sei keine hohe Literatur, sondern schräg, spannend und zum Schmunzeln, sagte er. Mit seinem Buch will Badraun den Leser unterhalten und ihn auf vergnügliche Weise durch seinen geliebten Kanton Graubünden führen. «Hundsvieh» umfasst 247 Seiten und erscheint nächsten Monat.

Im Reise-Lesebuch «Willkommen im Engadin» beschreibt Daniel Badraun seine 66 Lieblingsplätze im Engadin. Jeder Ort wird mit mindestens einem Farbbild illustriert, bis auf vier Ausnahmen stammen sie vom Berufsfotografen Rolf Canal, einem Schulfreund aus Samedan. Von Maloja, wo das Oberengadin beginnt, bis Vinaldi zuunterst im Unterengadin, wechseln unberührte Natur und pulsierendes Leben in kurzen Abständen.

Praktisch und persönlich

Die Leute sprechen Italienisch, Deutsch oder Romanisch. Badraun beschreibt die Landschaft, weist auf kulinarische Spezialitäten hin und nennt Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten.

Die Texte sind sehr persönlich gehalten. So beschreibt der Autor den Inn bei Maloja: «Kaum vorstellbar, dass der leise murmelnde Bach zum mächtigen Alpenfluss Inn heranwächst.»

Daniel Badraun: Willkommen im Engadin, 66 Lieblingsplätze und 11 Pässe, 192 Seiten, 80 Abb., Fr. 21.90 Daniel Badraun: Hundsvieh, Kriminalroman, 247 Seiten Beide Gmeiner, Messkirch 2013