Buemi rechnet mit drei Stops

Die Formel 1 gastiert an diesem Wochenende in Montreal. Der Schweizer Sébastien Buemi, im Vorjahr beim GP von Kanada Achter, sieht dem Rennen zuversichtlich entgegen.

Peter Lattmann/Montreal
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Für Sébastien Buemi gilt es nach einem Show-Auftritt in Japan (Bild) beim GP von Kanada in Montreal wieder ernst. (Bild: ap/Itsuo Inouye)

Für Sébastien Buemi gilt es nach einem Show-Auftritt in Japan (Bild) beim GP von Kanada in Montreal wieder ernst. (Bild: ap/Itsuo Inouye)

Automobil. Der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal gehört wegen der nahen Leitplanken-Käfige bezüglich Sicherheit zu den problematischsten Strecken überhaupt. So gerne die Formel 1 in der motorsportverrückten Metropole in Quebec gastiert, so froh sind alle, wenn nichts Ernsthaftes passiert. Das Safety-Car ist ein häufiger Begleiter des Rennens rund ums Casino und nicht selten verantwortlich dafür, wohin die Glückskugel rollt.

Buemi sieht keine Probleme

Bisher galt der schnelle, 4,36 Kilometer lange Kurs mit dem rauhen Asphalt, der Haarnadel und engen Schikanen als «reifenmordend». 61 Boxenstops gab's im Vorjahr. Reifenlieferant Pirelli bringt erneut die beiden weichsten Mischungen mit. Trotzdem rechnet der Vorjahres-Achte Sébastien Buemi nicht mit ähnlich vielen Stops wie etwa zuletzt in der Türkei. «Strecken wie Melbourne, Monaco und wohl auch Montreal belasten die Reifen nicht sehr stark. Daher rechnen wir auch nicht mit grösseren Schwierigkeiten mit der superweichen Mischung», sagt der in dieser Saison stark verbesserte Waadtländer und stellt gleich noch eine Prognose. «Wir rechnen mit einer Zwei-Stop-Strategie bei Sauber und drei Stops bei den meisten anderen Teams. Vielleicht planen einige sogar vier Stops. Das wäre dann aber das Maximum.»

Viel diskutiert wird neben den Reifen auch die Premiere der doppelten DRS-Zone. «Dank des verstellbaren Heckflügels wird es sehr viele Überholmanöver geben. Manchmal liegt der Tempounterschied zwischen zwei Fahrzeugen bei mehr als 50 Stundenkilometern. Dann wird es ein bisschen gar einfach», sagt Buemi.

Der Vergleich mit Alguersuari

Trotzdem ist der 22-Jährige mit der intakten Hoffnung auf einen Stammplatz bei Red Bull im nächsten Jahr kein Gegner der neuen Regeln. «Wir werden in Kanada wie alle anderen neue, einzigartige Flügel einsetzen, die auf der Geraden Tempo bis fast 340 ermöglichen. Damit hoffen wir, endlich wieder gegen Sauber und Williams kämpfen zu können.» Erstes Ziel Buemis muss es aber wie immer sein, Teamkollege Jaime Alguersuari in Schach zu halten.

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