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Büchel ist bereit zur Titelverteidigung

An der Schweizer Hallenmeisterschaft im St. Galler Athletik-Zentrum gewinnt Selina Büchel über 800 m locker. Sie ist ebenso in Form für die EM wie Mujinga Kambundji und Léa Sprunger. Letztere liess gar ihre Paradedisziplin aus für einen freien Tag.
Philipp Wolf
Selina Büchel gewinnt den Schweizer Meistertitel über 800 m im Energiesparmodus. (Bild: Urs Bucher)

Selina Büchel gewinnt den Schweizer Meistertitel über 800 m im Energiesparmodus. (Bild: Urs Bucher)

An diesem Wochenende war St. Gallen ein Vorort Glasgows. Die schottische Stadt, wo Anfang März die Hallen-EM der Leichtathleten stattfindet, war im Athletik-Zentrum bei den Athletinnen und Athleten omnipräsent. Die Schweizer Hallenmeisterschaft diente dazu, ihre Form zu testen. Oder sie noch rechtzeitig zu finden. Und das mit überschaubarem Energieaufwand.

Selina Büchel, zweifache Europameisterin über 800 m in der Halle, sagte nach dem Final: «Es ging schon ein wenig darum, dieses Wochenende nicht zu viel Energie zu verbrauchen.» Die 27-jährige gewann über 800 m im Schongang, mit einer Zeit von 2:09,24 Minuten. Die Toggenburgerin will frisch in die verbleibenden Trainingstage vor der EM steigen.

Glasgow kann kommen

Nach Schottland blickt Büchel zuversichtlich, sie ist in bestechender Verfassung und lief die 800 m vor wenigen Wochen im polnischen Torun bereits in 2:00,98 Minuten. Büchel, die in Glasgow den dritten EM-Titel in Folge feiern will, sagte:

«Ich bin noch besser in Form als in den vergangenen Jahren»

Anders als Büchel kam Mujinga Kambundji als Suchende nach St. Gallen, ehe sie über 60 m mit 7,08 Sekunden Jahrestweltbestzeit lief. «Ich wusste überhaupt nicht, was ich erwarten kann», sagte die 26-Jährige Bernerin nach ihrem Titelgewinn über 60 m. Vor der Meisterschaft waren Kambundjis Resultate für ihre Verhältnisse relativ schlecht gewesen.

Von der Suchenden zur Weltbesten

Die Sprinterin kam unzufrieden in die Ostschweiz, trainierte zuletzt zwar besser, hatte dies aber noch nicht auf die Bahn bringen können. Nun geht Kambundji mit einem «viel, viel, viel zuversichtlicheren Gefühl» nach Glasgow. Nach der Jahresweltbestzeit ist für sie eine Medaille realistisch.

Im Gegensatz zu Kambundji kam Léa Sprunger, Europameisterin über 400 m Hürden im Freien, mit einem guten Gefühl in die Ostschweiz. Bereits zufrieden mit ihrer Form im Hinblick auf die EM, ging es für die 28-jährige Waadtländern darum, Kraft zu sparen; also beteiligte sich Sprunger in St. Gallen am Rennen über 60 m anstatt in ihren üblichen Hallendisziplinen 200 m und 400 m zu laufen. Sprungers erster Wettkampf über die Kurzdistanz seit fünf Jahren passte zeitlich besser in den Trainingsplan. Nach dem sie mit persönlicher Bestzeit Bronze als vierte nur knapp verpasst hatte, sagte Sprunger:

«Ich startete über 60 m, weil ich vor der EM noch einen Schnelligkeitstest wollte»

Gestern verzichtete Sprunger dann auf einen Start über 200 m und 400 m zu Gunsten eines freien Tages, damit sie heute ausgeruht trainieren kann. Trotz ihrer starken Zeit über 60 m – Sprunger erfüllte die EM-Limite bereits im Halbfinal – wird die Westschweizerin in Glasgow wieder auf ihre angestammten Distanzen von 200 m und 400 m setzen. Das Rennen über die Kurzdistanz war für Sprunger mehr Spass als Wettkampf. «Ich kam zwar nicht aus den Blöcken, meine Beschleunigung war aber gut», bilanzierte sie nach ihrem Abstecher nach St. Gallen.

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