Brutales Ende einer Box-Trilogie

1964 Als 20-Jähriger gewann Joe Frazier 1964 an den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille. Im Final schlug er den Deutschen Hans Huber trotz einer gebrochenen Schlaghand.

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8. März 1971: Frazier gegen Ali (rechts). (Bild: ap)

8. März 1971: Frazier gegen Ali (rechts). (Bild: ap)

1964 Als 20-Jähriger gewann Joe Frazier 1964 an den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille. Im Final schlug er den Deutschen Hans Huber trotz einer gebrochenen Schlaghand. Am olympischen Turnier konnte Frazier nur deshalb teilnehmen, weil Buster Mathis, der ihn bei den amerikanischen Ausscheidungen bezwungen hatte, wegen einer Handverletzung Forfait erklären musste.

4. März 1968 Joe Frazier gewann im New Yorker Madison Square Garden den vakanten Meistertitel der New York State Athletic Commission (NYSAC) – aus dem später der World Boxing Council (WBC) hervorging. Gegen Buster Mathis, seinen Rivalen aus Amateurzeiten, setzte sich Frazier nach technischem K. o. in der elften Runde durch.

16. Februar 1970 Bis 1969 verteidigte Joe Frazier seinen Titel viermal. 1970 kam es zum Titelvereinigungskampf zwischen den Verbänden WBC und WBA (World Boxing Association). Nach zwei Niederschlägen in Runde vier trat Gegner Jimmy Ellis zur fünften Runde nicht mehr an.

8. März 1971 Der «Kampf des Jahrhunderts» im Madison Square Garden erhielt eine Publicity wie zuvor kaum ein Boxkampf. Beide Boxer erhielten je 2,5 Millionen Dollar, eine für die damalige Zeit astronomische Summe. Von seinem Trainer Eddie Futch perfekt eingestellt, fügte Joe Frazier Muhammad Ali die erste Niederlage als Profi bei. Auf dem Weg zum einstimmigen Punktesieg schickte Frazier Ali in der 15. und letzten Runde mit einem linken Haken gar zu Boden.

6. Januar 1973 Joe Frazier stieg in Kingston auf Jamaika als Favorit in den Ring. Aber der um zehn Zentimeter grössere, äusserst hart schlagende George Foreman übernahm sofort das Kommando und schickte den Weltmeister gleich sechsmal zu Boden. Frazier hatte den Olympiasieger von 1968 unterschätzt und wirkte nicht austrainiert.

28. Januar 1974 Der zweite Vergleich zwischen Joe Frazier und Muhammad Ali verlief weniger spektakulär als der erste. Frazier erlitt seine zweite Niederlage als Profi. Der Entscheid der Punktrichter war einstimmig. Fast aufregender war es vor dem Kampf zugegangen, als es im Studio des Fernsehsenders ABC nach einem verbalen Schlagabtausch zu Handgreiflichkeiten gekommen war.

1. Oktober 1975 Der «Thrilla in Manila» bildete den Abschluss der grössten Box-Trilogie. Nach Runde 14 flog ein Handtuch. Coach Eddie Futch nahm seinen gezeichneten Schützling – gegen dessen Willen – aus dem Kampf. Die vorangegangene Runde hatte Joe Frazier mit geschwollenen Augen fast blind bestritten. Aber auch Sieger Muhammad Ali war am Ende und konnte sich nach dem intensiven, äusserst brutal geführten Kampf nicht mehr auf den Beinen halten. (tw)