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Handball: Brühl legt in extremis vor

Die Frauen des LC Brühl gewinnen das erste Playoff-Finalspiel auswärts gegen Spono Nottwil 31:29. In der Verlängerung entscheidet die 17-jährige Yarima Altherr mit vier Treffern die umkämpfte Partie.
Ives Bruggmann, Nottwil
Brühls Fabienne Albrecht stoppt Nottwils Lisa Frey (mit Ball). Foto: Manuela Jans-Koch

Brühls Fabienne Albrecht stoppt Nottwils Lisa Frey (mit Ball). Foto: Manuela Jans-Koch

Die Matchwinnerin war am Ende eine 17-Jährige. Yarima Altherr erzielte in der Verlängerung die letzten vier Treffer Brühls. Egal, was die am Sonntag 18 Jahre alt werdende Altherr in der Verlängerung anfasste, es funktionierte. Ob im Eins-gegen-Eins oder aus dem Rückraum, es resultierte immer ein Tor. Ihre insgesamt fünf Treffer erzielte sie mit einer 100-prozentigen Wurfausbeute. «Sie ist eine Spielerin mit unglaublichem Talent», sagt Trainer Werner Bösch. «Sie bringt ­alles mit.» Was Bösch besonders gefällt: Auf Altherr ist auch in der Defensive Verlass. «Wie sie den Gegenstoss kurz vor Spielschluss verteidigt, ist sehr clever», sagt Bösch.

Auch wenn sich in der Schlussphase der Partie eine Spielerin in den Vordergrund spielte, so basiert der Erfolg der St. Gallerinnen dennoch auf einer solidarischen Teamleistung. In der Defensive überzeugte Brühl mit einer gesunden Aggressivität. Die Rückraumspielerinnen Nottwils konnten sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels entfalten. Lisa Frey, Xenia Hodel und Ivana Ljubas erzielten zusammen gerade einmal sechs Tore aus dem Spiel heraus. Frey behielt jedoch bei den Penaltys die Nerven und schaffte es so auf sieben Treffer.

Sechs Tore Führung sind nicht genug

Dass es überhaupt zur Verlängerung kam, hatten sich die Gäste aus der Ostschweiz selber zuzuschreiben. Mit zwischenzeitlich sechs Toren führten die Brühlerinnen nur wenige Minuten nach der Halbzeit. Voller Tatendrang waren sie aus der Pause gekommen. Angeführt von einer in dieser Phase entfesselten Jennifer Murer nutzten die St. Gallerinnen vor allem die vielen technischen Fehler der Nottwilerinnen aus – meist mittels Tempo-Gegenstoss. Zudem hielt auch Goalie Sladana Dokovic hinten dicht. Während die Spono-Spielerinnen verzweifelten – Teamleaderin Hodel zertrümmerte am Spielfeldrand eine Getränkeflasche –, setzten die St. Gallerinnen zur Kür an. Die überragende Martina Goricanec erzielte das zwischenzeitliche 20:14 mit links, obwohl sie eigentlich Rechtshänderin ist.

Doch auf einmal riss der Faden bei den Brühlerinnen. Sie liessen sich auf die Scharmützel Nottwils ein und verloren ihre Souveränität. Höhepunkt dieser Negativspirale war eine Zweiminutenstrafe gegen Goricanec, die sich wegen eines Missverständnisses über den Schiedsrichter aufregte. Doch Brühl rettete sich irgendwie in die Verlängerung.

Nottwil legt vor, Brühl mit dem besseren Ende

Dort erwischte Nottwil den Start, kurz vor Ende der ersten Hälfte der Verlängerung ging Brühl jedoch in Führung – und die liessen sich die St. Gallerinnen nicht mehr nehmen. «Das Glück war auf unserer Seite», so Goalie Dokovic, die zehn Paraden zum Sieg beisteuerte. Nun hat Brühl morgen den ersten Matchball zum Meistertitel – mit Heimvorteil.

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