Brühlerinnen legen im ersten Playoff-Finalspiel vor

Die Handballerinnen des LC Brühl gewinnen zu Hause das erste Playoff-Finalspiel gegen den LK Zug knapp mit 19:18 und können am Mittwoch ihren 31. Titel gewinnen.

Fritz Bischoff
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Kerstin Kündig vom LC Brühl (links) im Zweikampf gegen Simona Cavallari. (Bild: Michel Canonica)

Kerstin Kündig vom LC Brühl (links) im Zweikampf gegen Simona Cavallari. (Bild: Michel Canonica)

Es waren für die rund 1000 Zuschauer und vor allem auch für die Spielerinnen nervenaufreibende Schlussminuten im ersten Playoff-Final-Vergleich zwischen dem LC Brühl und dem LK Zug. 52 Sekunden vor der Schlusssirene hatte für die Gäste Joline Tschamper den 19:18-Anschlusstreffer erzielt. Da das Heimteam nicht sofort wieder weiterspielte und Trainer Rolf Erdin dann auch noch etwas verzögert sein Timeout nahm, erkannten die Schiedsrichter auf Zeitspiel.

So standen den Brühlerinnen bei einer noch verbleibenden Spielzeit von 34 Sekunden nur noch sechs Pässe zur Verfügung, wodurch Kerstin Kündig 13 Sekunden vor dem Ende zu einem Torwurf gezwungen war. Zug konnte noch einen Gegenstoss spielen. Simone Cavallari vergab von rechts aussen die Möglichkeit, sich in die Verlängerung zu retten. Das Spiel war zu Ende, der LC Brühl konnte jubeln. Die Erleichterung war riesengross.

Starker Beginn des LC Brühl

Eigentlich hatte in der ersten Halbzeit wenig auf einen derart ausgeglichenen und spannenden Schluss hingedeutet. Die St.Gallerinnen spielten souverän auf und lagen nach 13 Minuten 6:1 in Führung. In der Folge glich sich das Geschehen jedoch immer mehr aus. «Wir waren mit unserer Anfangsleistung vielleicht mit uns selbst etwas gar zufrieden, was es dem Gegner erlaubte, doch noch ins Spiel zu finden», resümierte Kerstin Kündig.

(Bild: Michel Canonica)
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Dass die Gastgeberinnen so dominant aufspielen konnten, hatte einen wesentlichen Grund darin, dass die Zugerinnen nicht ihr gewohnt kraftvolles Tempospiel praktizierten. «Ja, wir haben wohl etwas zu viel Tempo aus dem Spiel genommen und damit dem Gegner in die Karten gespielt», stellte Trainer Christoph Sahli fest. Die Wende zur verbesserten Leistung glückte dann aber doch noch. Dazu trug nach einer Viertelstunde vor allem der Torhüterinnenwechsel von Laura Innes zu Marion Ort, die am Ende auf eine sehr gute Quote von 48 Prozent kam, bei.

Zug nie in Führung

Die Zuger Torhüterin schien zum Teil die Brühler Würfe zu erahnen. Dies verunsicherte einzelne Spielerinnen, womit die Chancenauswertung schlechter wurde, die Fehlerquote dafür höher. So stand es nach 40 Minuten und vier Toren in Folge des Gästeteams beim 11:11 erstmals unentschieden. Die spannende Schlussphase war so schon sehr früh eingeleitet. In der verbleibenden Zeit gelang es Zug jedoch nie, in Führung zu gehen. Beim 15:15 und 16:16 stand es immerhin unentschieden.

Brühl zeigte sich gesamthaft leicht abgeklärter und am Ende auch glücklicher. «Wichtig ist der Sieg und wenn es zu einem Sieg mit nur 19 Toren reicht, so ist dies umso schöner», freute sich Rolf Erdin, der nach sechs Jahren als Abstiegsverhinderungstrainer bei den Männer von Fortitudo Gossau jetzt am kommenden Mittwoch in Zug zusammen mit seinem Team um den 31. Titelgewinn des LC Brühl spielen kann.