Brühl will Xamax fordern

Brühl empfängt morgen um 16 Uhr in der ersten Cup-Hauptrunde Xamax. Die Neuenburger haben zuletzt drei Aufstiege in Serie gefeiert. In der Challenge League belegen sie nach fünf Runden Rang sechs.

Urs Baumgartner
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FUSSBALL. Nach dem Konkurs unter Bulat Tschagajew im Jahr 2012 ist Neuchâtel Xamax unterdessen wieder zurück im Profigeschäft. Im Frühling stiegen die Neuenburger in die Challenge League auf. Mit dem Heimsieg gegen Lausanne, drei Niederlagen gegen Schaffhausen, gegen das finanzstarke Wil und zuletzt Chiasso sowie einem Sieg in Wohlen ist Xamax ordentlich in die Saison gestartet. Das Team von Trainer Roberto Cattilaz hat bereits drei Punkte Reserve auf den Abstiegsplatz. Als langjähriges Mitglied der höchsten Liga hegt Xamax mittelfristig aber wieder andere Ambitionen.

In der vergangenen Saison sind sich die beiden Teams in der Meisterschaft der Promotion League zweimal begegnet. Dabei haben die Neuenburger beide Partien für sich entschieden. Nicht zuletzt startete Xamax im Paul-Grüninger-Stadion auf Rang elf seine beeindruckende Siegesserie, die es danach bis in die zweithöchste Spielklasse zurückführen sollte. Natürlich gelten die Neuenburger morgen als Favorit – auch wenn die zweite Begegnung in der Maladière im Frühling deutlich ausgeglichener und bis weit in die Nachspielzeit völlig offen war.

Prunkstück: Defensive

Die Brühler müssen sich gut auf den höherklassigen Gegner vorbereiten und ihre Stärken im Heimstadion bestmöglich ausspielen. Je nach Spielverlauf könnten sich plötzlich ungeahnte Chancen eröffnen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer gut organisierten Defensive, die als solidarisch aufspielende Einheit das Prunkstück des Teams bilden soll. In der Vorwärtsbewegung ist das Team von Cheftrainer Uwe Wegmann in der Lage, immer wieder einmal Nadelstiche setzen zu können.

Ein starker Aussenseiter?

So können die St. Galler an guten Tagen viele Teams vor ernsthafte Probleme stellen, an weniger guten Tagen können sie aber auch gegen zahlreiche Mannschaften verlieren. Gewiss sind die Brühler gegen Xamax der krasse Aussenseiter, die St. Galler wollen aber ein starker Aussenseiter sein und die Gäste bis zuletzt fordern. Erst dann wird man sehen, was mit dieser Mannschaft alles möglich ist.