Brühl gewinnt St. Galler Cupfinal

Handball. Dank einer starken Anfangs- und Schlussphase siegt Brühl im Cup gegen St. Otmar 31:23. Bereits nächste Woche treffen die beiden Teams im Playoff-Halbfinal wieder aufeinander.

Rabea Huber
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Die Brühlerinnen bejubeln den Cupsieg: Vicky Theodoridis, Bernadette Amstutz und Annina Ganz (von links). (Bild: Ralph Ribi)

Die Brühlerinnen bejubeln den Cupsieg: Vicky Theodoridis, Bernadette Amstutz und Annina Ganz (von links). (Bild: Ralph Ribi)

In der 40. Minute brachte Naemi Gründler Titelverteidiger St. Otmar mit 18:16 in Führung. Es war das einzige Mal im diesjährigen Cupfinal, dass Brühl mit zwei Toren hinten lag. Genau zwei Minuten hielt dieser Zustand an, dann stellte das Team von Vroni Keller die Ordnung wieder her. Brühl glich zum 18:18 aus und zog dann wieder davon. «Merkwürdigerweise hatte ich auch während unserer unkonzentrierten Phase nie Angst, dass die Partie kippen könnte», sagte Brühls Torhüterin Manuel Brütsch. Zu souverän spielte ihr Team in den entscheidenden Phasen am Anfang und am Schluss. «Der Einstieg war fast zu einfach, deshalb war es schwierig, die ganze Zeit dranzubleiben», sagte Vroni Keller.

Jubel bereits bei Time-out

Zwei Minuten vor Spielende bezog die Brühl-Trainerin ihr letztes Time-out. Doch nicht um Anweisungen für die Schlussphase zu geben. Als die Brühlerinnen zu jenem Zeitpunkt einen Kreis vor der Ersatzbank bildeten, jubelten sie bereits über den Cup-Erfolg. Der Sieg war ihnen beim Stand von 30:22 nicht mehr zu nehmen. Die Leistungsträgerinnen Cornelia Scheffold, Saskia Lang und Bernadette Amstutz schickte die Trainerin für die letzten zwei Minuten auf die Ersatzbank. Dort liessen sie sich hüpfend von den Zuschauern in der Kreuzbleichehalle feiern. Gleichzeitig erhöhte auf dem Feld Annina Ganz zum Schlussresultat von 31:23.

Genau dies zeichnete die Cup-Siegerinnen in der gestrigen Partie aus: Brühl hatte das breiter abgestützte Kader und durch Auswechslungen mehr Möglichkeiten. St. Otmar verliess sich auf seine Stammspielerinnen Elena Shevchenko, Monika Simova und Nadine Urban, konnte so aber weniger Varianten spielen. Zu oft suchte es mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe den Erfolg.

Heimteams siegen im Halbfinal

Statt zu einem Ostschweizer Endspiel hätte es im Cupfinal in St. Gallen auch zu einem Innerschweizer Vergleich kommen können. Doch die «Heimteams» siegten am Samstag gegen Borba Luzern (St. Otmar gewann 30:20) und Spono Nottwil (Brühl gewann 27:22) in den Halbfinalspielen deutlich.

Bereits kommenden Samstag stehen sich Brühl und St. Otmar in der Kreuzbleichehalle wieder gegenüber. In einer Best-of-3-Serie wird der Teilnehmer des Meisterschaftsfinals ermittelt. Und da sich die beiden St. Galler Teams schon im Halbfinal begegnen, steht ein Finalist aus der Ostschweiz bereits fest. Die Brühlerinnen haben in dieser Saison alle vier Vergleiche mit St. Otmar gewonnen und sind auch in der Meisterschaft als Leader der Favorit. Doch davon lässt sich das Team von Enver Koso nicht beeindrucken. «Nach der Niederlage im Cupfinal, sind wir in der Meisterschaft umso motivierter», sagte Nadine Urban.

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