Brühl beantragt keine Challenge-League-Lizenz

Brühl, das von der 1. Liga in die Challenge League aufgestiegen ist, verzichtet auf die Lizenzeingabe. Damit ist der Abstieg der St. Galler schon jetzt definitiv.

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FUSSBALL. Der Hauptgrund ist, dass Brühl die neuen Lizenzauflagen mit dem Stadion nicht erfüllen kann und gemäss Aussagen der Verantwortlichen der Swiss Football League keine Lizenz für die «provisorischen Bauten» erhalten würde. Laut Brühls Präsident René Hungerbühler müsste ein Neubau projektiert sein, um eine weitere Saison im Paul-Grüninger-Stadion spielen zu können. «Uns sind die Hände für eine Entwicklung in der Challenge League allein wegen der Stadion-Auflagen gebunden», so der Präsident. Brühl müsste für eine weitere Saison in die AFG Arena ausweichen. Die damit verbundenen Kosten von mehreren 100 000 Franken pro Saison wären für den Club nicht zu bewältigen. Zudem möchte er an seinem Heimstadion festhalten.

Der Präsident sagt über die Entwicklung im Schweizer Profifussball: «Die Swiss Football League gefährdet mit ihren hohen Lizenzauflagen für Challenge-League-Clubs die Existenzberechtigung vieler Vereine.» Mit dem Verzicht auf die Lizenzeingabe plant Brühl, das mit grossem Rückstand den letzten Rang belegt, nun bereits definitiv für die 1.-Liga-Promotion. (pd/pl)