Brasilien feiert, Argentinien zittert

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Fussball Seit Tite den glücklosen Chefcoach Dunga abgelöst hat, scheint Brasilien nicht zu stoppen zu sein. Das 3:0 gegen Paraguay war der achte Sieg der Seleção in Serie in der kontinentalen Vorausscheidung, bei nur zwei Gegentoren. Weil Peru mit dem überraschenden 2:1 gegen Uruguay Schützenhilfe leistete und Uruguay noch gegen Argentinien spielt, steht Brasiliens WM-Qualifikation bereits vier Runden vor Schluss fest.

Ohne Messi, ohne Ideen

Während Brasilien mit Neymar einen Leader hatte, wäre Argentinien in Bolivien um eine führende Hand froh gewesen. Neben den gesperrten Lionel Messi, Gonzalo Higuain, Nicolas Otamendi, Javier Mascherano und Lucas Biglia fehlte auch der angeschlagene Paulo Dybala. Das 0:2 auf 3600 Metern über Meer bei Bolivien bringt Argentinien in die Bredouille. Messi sah auf einem Bildschirm in der Garderobe, wie die Kollegen nach Luft schnappten – und einen ideenlosen Auftritt gegen spielerisch limitierte Bolivianer hinlegten. Damit belegt Argentinien nicht mehr den dritten, sondern den fünften Rang, der in der Endabrechnung noch zur Barrage-Teilnahme berechtigen würde. Vor allem das Fehlen von Messi – wegen einer Beleidigung des Linienrichters in der vorhergehenden Partie gegen Chile, wurde er wenige Stunden vor dem Anpfiff in La Paz für vier Partien gesperrt – wiegt für das Restprogramm schwer. Der Superstar dürfte erst im Oktober gegen Ecuador wieder einsatzberechtigt sein. Davor spielt Argentinien noch gegen Venezuela und Peru sowie in Uruguay. In der Heimat wird der Druck auf Trainer Edgardo Bauza immer grösser. (sda)