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BOB: Platz vier mit bitterem Nachgeschmack

Die Schweizer müssen ohne Edelmetall nach Hause. Rico Peter verpasst eine Medaille im Vierer als Vierter um 21 Hundertstel. Clemens Bracher fährt auf Platz 14.
Im vierten Durchgang fuhr Rico Peter mit dem Schweizer Viererbob Laufbestzeit. (Bild: EPA)

Im vierten Durchgang fuhr Rico Peter mit dem Schweizer Viererbob Laufbestzeit. (Bild: EPA)

Was wäre, wenn? Diese Frage werden sich Rico Peter und seine Anschieber Thomas Amrhein, ­Simon Friedli und Michael Kuonen noch eine Weile stellen. Was wäre gewesen, wenn der Aargauer im ersten Durchgang statt mit der Startnummer 16 als einer der ersten hätte starten können? In den Läufen zwei und drei fuhr er nämlich zweimal hinter dem überlegenen Deutschen Francesco Friedrich die zweitbeste Zeit, zum Abschluss war er sogar der Schnellste. Das Handicap aus dem ersten Durchgang mit dem achten Zwischenrang war aber nicht mehr wettzumachen.

Der Frust sass deshalb tief beim 34-Jährigen. Zwar war er auf den Punkt genau bereit, und auch der vom Schweizer Cheftrainer Wolfgang Stampfer gebaute Schlitten funktionierte ­hervorragend. Es reichte am Ende aber nicht zur angestrebten Medaille, weil Peter in einer «verkorksten Saison» den Startplatz in den Top Zehn um einen Rang verloren hatte. «Ich bin stolz auf unsere Leistung, aber wenn man die einzelnen Laufzeiten anschaut, sagt das alles.»

Pech für Peter, Glück für Won

Er hatte auch das Pech, dass die Viererrennen im Gegensatz zu ­allen anderen Bobwettkämpfen am Tag stattfanden und die Sonne schien. Die Bahn gab deshalb schneller nach. Grosser Profiteur war so der Einheimische Won Yunjong, der seine Weltcupsaison nach drei Rennen abgebrochen hatte. Im Zweier erhielt er die Startnummer 30 zugelost, womit er ähnlich wie Peter im Vierer chancenlos war und Sechster wurde. Im Vierer erhielt Won die erhoffte Nummer eins, fuhr zeitgleich mit dem Deutschen Nico Walther auf den zweiten Platz und holte die erste Olympiamedaille im Bob für Südkorea.

Schweiz erst zum vierten Mal ohne Medaille

Eine solche blieb der Schweiz ­verwehrt – dies war nur bei den Olympischen Spielen 1928, 1964 und 2010 der Fall. Die Konzentration auf den Vierer war aber richtig. Nachdem in den beiden Zweierrennen der Männer und Frauen sogar die Diplomränge verpasst wurden, wäre die Medaille in Griffweite gelegen. Auch am Start gelang den vier Schweizern eine deutliche Leistungssteigerung. Zusammengezählt schoben sie den Bob am Sonntag um einen Zehntel schneller an als am Samstag. Im Bobsport ist das eine beträchtliche Differenz.

Am Ende rächte es sich, dass Peter in Park City Wetterpech hatte, in Altenberg stürzte und danach mit einem gebrochenen Daumen auch in St. Moritz und Königssee am Start limitiert war. Peter weiss wie der zweite Schweizer Clemens Bracher, der als 14. sein bestes Saisonrennen zeigte, noch nicht, ob und wie es für ihn im Spitzensport weitergeht. Beide müssen erst bei den Sponsoren ausloten, ob sie weiterhin auf deren Unterstützung zählen dürfen. Für das Olympiajahr arbeitete er mit einem ­Budget von 300000 Franken, von denen gut 250000 durch ­Privatsponsoren zusammen­kamen. Bei Bracher sind es rund 100000 Franken weniger. (sda)

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