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Michael Bless gewinnt das Appenzeller Kantonalfest in Stein

Nach einer Niederlage zum Auftakt kämpft sich Michael Bless in Stein mit vier Siegen doch noch in den Schlussgang. Es ist ein emotionaler Erfolg für den 33-Jährigen.
Ives Bruggmann
Michael Bless (links) jubelt über den Sieg gegen Markus Schläpfer im Schlussgang des Appenzeller Schwingfests in Stein. Bild: Urs Bucher

Michael Bless (links) jubelt über den Sieg gegen Markus Schläpfer im Schlussgang des Appenzeller Schwingfests in Stein. Bild: Urs Bucher

Nur 50 Meter vom Festplatz des Appenzeller Schwingfests in Stein ist Michael Bless aufgewachsen. Auf der Wiese jener Schule, die er als Bub besuchte, bestritt er den Schlussgang des letzten Kantonalfests des Nordostschweizer Teilverbands in dieser Saison. Im innerkantonalen Aufeinandertreffen gegen Markus Schläpfer war Bless der stärkere – und gewann nach dreieinhalb Minuten.

Aufgrund des persönlichen Bezugs zum Festort war der achte Kranzfestsieg der Karriere – der dritte am Appenzeller Kantonalen – für Bless ein besonderer. «Es ist sehr emotional für mich», sagte er nach dem gewonnenen Schlussgang. Er wohne schon seit längerem nicht mehr in Stein, weshalb er sich besonders auf die Rückkehr gefreut habe. «Der Druck war da», sagte Bless, der mit seiner Familie mittlerweile in Gais zu Hause ist. Aber am Ende meisterte der dreifache Eidgenosse die spezielle Ausgangslage mit Bravour.

Trotz Fehlstart 
nie aufgegeben

Noch am Morgen hatte nichts auf einen Heimsieg von Bless hingedeutet. Zum Auftakt verlor er gegen den Thurgauer Gast Domenic Schneider. «Der Start war suboptimal», sagte Bless. «Wenn ich etwas gelernt habe in den vielen Jahren, dann dies: Ein Schwingfest ist erst nach sechs Gängen fertig.» Mit zwei Maximalnoten stellte er bis zur Mittagspause den Anschluss an die Spitze her. Rang drei gab bereits wieder Anlass zur Hoffnung.

Am Nachmittag liess er gegen die beiden Teilverbandskranzer Marco Oettli und Beat Wickli keine Zweifel mehr offen, dass er den Sieg in seiner alten Heimat unbedingt will. Dass es Bless am Ende überhaupt in den Schlussgang reichte, war auch dem starken Appenzeller Team zu verdanken. Es hielt sämtliche Gäste in Schach und ermöglichte somit einen reinen Appenzeller Endkampf. «Mein Sieg ist auch ein Erfolg der Mannschaft», sagte Bless. Der mittlerweile 85-fache Kranzgewinner nähert sich damit weiter seiner Bestform an. Diese will er spätestens bis zum Eidgenössischen Schwingfest in eineinhalb Monaten erreichen.

In der laufenden Saison hatte Bless aber auch Rückschläge zu verkraften. Am Bündner-Glarner Kantonalfest in Cazis verpasste er im Juni sogar den Kranz. Genau in jener Zeitspanne legte der Versicherungsberater erfolgreich die Prüfung zum eidgenössisch diplomierten Finanzplaner ab. Die Schwingtrainings kamen Anfang Jahr ohnehin schon zu kurz, weil er zum zweiten Mal Vater wurde. Nun gilt aber der Fokus ganz dem Eidgenössischen in Zug. Dort will er den vierten Kranz in Serie seit 2010 erkämpfen. Entwickelt sich die Formkurve weiterhin so positiv, ist das ein realistisches Ziel.

Dominante Appenzeller, Forrer verpasst Kranz

Schläpfer, der zum zweiten Mal nach 2013 den Schlussgang am Appenzeller Kantonalfest erreichte, knüpfte an der überzeugenden Leistung des vergangenen Wochenendes in Hallau an. Am Nordostschweizer Teilverbandsfest hatte er sich souverän den Kranz gesichert und setzte überdies mit dem Sieg gegen den Berner Gast Remo Käser ein Ausrufezeichen. Gegen Bless blieb der Bodenspezialist des Schwingclubs Wolfhalden, der im st.gallischen Niederbüren wohnt, jedoch ohne Chance.

Mit insgesamt 12 von 23 Kränzen trat die Appenzeller Equipe in Stein äusserst dominant auf. Einzig die Thurgauer Schwinger dürften mit den fünf ergatterten Kränzen ebenfalls zufrieden sein. Die Kantone St.Gallen, Zürich und Graubünden erreichten je zweimal die Auszeichnung. Der Toggenburger Schwingerkönig Arnold Forrer verpasste wie schon am Nordostschweizer Teilverbandsfest den Kranz. Der 40-Jährige aus Stein im Kanton St.Gallen musste drei Gänge stellen und verkam schon früh zu einem Nebendarsteller.

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