Blechsalat für die Gastgeber

Nach der ersten WM-Woche steht Österreich mit nur einer Medaille da: Nicole Hosp hatte sich in der Superkombination Bronze gesichert. Ansonsten enttäuschten die WM-Gastgeber.

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Klaus Kroell of Austria reacts in the finish area during the Men's Downhill race at the FIS Alpine World Ski Championships in Schladming, Austria, Saturday, February 9, 2013. The Alpine Skiing World Championships in Schladming take place from 04 to 17 February 2013. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))

Klaus Kroell of Austria reacts in the finish area during the Men's Downhill race at the FIS Alpine World Ski Championships in Schladming, Austria, Saturday, February 9, 2013. The Alpine Skiing World Championships in Schladming take place from 04 to 17 February 2013. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott) (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))

Nach der ersten WM-Woche steht Österreich mit nur einer Medaille da: Nicole Hosp hatte sich in der Superkombination Bronze gesichert. Ansonsten enttäuschten die WM-Gastgeber. Schlechter waren die Österreicher nach den Speed-Disziplinen und der Kombination der Frauen zuletzt an der WM 1987 im Medaillenspiegel plaziert gewesen. Damals, in Crans-Montana, dominierten die Schweizer die Titelkämpfe und gewannen 14 Medaillen. Besonders in der Abfahrt der Männer erlebten die Österreicher eine Enttäuschung: Klaus Kröll (Bild) – der Lokalmatador ist nur 28 Kilometer von Schladming entfernt aufgewachsen – belegte Rang vier. Zuletzt war mit Michael Walchhofer 2003 in St. Moritz ein Österreicher Abfahrtsweltmeister geworden.

«Wieder nichts!»

Platz vier scheint die Gastgeber anzuziehen: Im Super-G wurde Hannes Reichelt Vierter; in der Superkombination der Frauen belegten gleich drei Österreicherinnen die Ränge vier bis sechs. «Wieder nur Blechsalat», titelte die «Tiroler Tageszeitung». Und die «Kronenzeitung» verkündete: «Wieder nichts!» Bei den Frauen enttäuschte vor allem Anna Fenninger. Die 23-Jährige schied im Super-G und in der Superkombination aus. In der Abfahrt belegte sie Rang elf.

Hoffnungsträger Hirscher

Fenninger und Österreich bleibt nur noch die Hoffnung auf die technischen Disziplinen. Dort wird Marcel Hirscher ins WM-Geschehen eingreifen. Ihm werden im Riesenslalom eine Medaille und im Slalom der WM-Titel zugetraut. Eine österreichische Tageszeitung rechnete es vor: Noch sind 18 Medaillen zu vergeben. Den Österreichern bleibt also immer noch reichlich Zeit, ihren Blechsalat zu veredeln. (chk)