Blatter verneint Geldforderung von WM-OK

FUSSBALL. Der suspendierte Fifa-Präsident Sepp Blatter hat nach eigenen Angaben weder von Beckenbauer noch vom DFB eine Zahlung von zehn Millionen Schweizer Franken gefordert. «Ich habe niemals Geld von Beckenbauer verlangt. Nie im Leben», sagte Blatter gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

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FUSSBALL. Der suspendierte Fifa-Präsident Sepp Blatter hat nach eigenen Angaben weder von Beckenbauer noch vom DFB eine Zahlung von zehn Millionen Schweizer Franken gefordert. «Ich habe niemals Geld von Beckenbauer verlangt. Nie im Leben», sagte Blatter gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag». «Auch nicht vom DFB. Das stimmt einfach nicht.» Warum die Fifa trotzdem in die ominöse Zahlung verstrickt ist, weiss der 79jährige Walliser nicht. «Ich war nicht involviert.»

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte am Freitag erklärt, mit dem Geld habe der DFB einen Zuschuss von 250 Millionen Schweizer Franken für die Organisation der WM 2006 gesichert. Im Gegenzug sei die Forderung aufgetaucht, 6,7 Millionen Euro an die Fifa-Finanzkommission zu überweisen.

Weitere Vorwürfe gegen Fifa

In der Affäre um die Fussball-WM 2006 in Deutschland sorgt zudem der Bericht über eine weitere vermeintliche finanzielle Forderung der Fifa für neuen Wirbel. Informationen der «Süddeutschen Zeitung» zufolge solle die Fifa Mitte 2003 insgesamt 40 Millionen Euro vom deutschen WM-Organisationskomitee verlangt haben. 33 Millionen seien für Informationstechnik bei der WM vorgesehen gewesen, sieben Millionen Euro «zum Zeichen der deutschen Solidarität mit Afrika», heisst es unter Berufung auf OK-Unterlagen. Das Organisationskomitee um den Präsidenten Beckenbauer habe dies laut einem Briefentwurf, der sich in den Akten der deutschen Bundesregierung befinde, abgelehnt. «Unter Einschaltung der Regierung» sei eine Lösung gefunden worden, in der es um spätere Zahlungen von 20 Millionen Euro und eine Beteiligung des OK an eventuellen Gewinnen gegangen sei, berichtete die Zeitung. Das deutsche Innenministerium teilte mit, es könne den Bericht «aktuell» nicht bestätigen. Die Verbände verwiesen auf ihre eigenen Ermittlungen. Die Fifa lässt eine Untersuchung durch Rechtsberater durchführen. (si)