BITTER: Kein Schweizer Abend

Für Lugano ist die Europa League nach der Gruppenphase trotz eines Sieges gegen Hapoel vorbei. Auch die Young Boys sind nach einer Niederlage in Belgrad ausgeschieden.

Merken
Drucken
Teilen
Der FC Lugano um Mattia Bottani (rechts) gewinnt zwar gegen Hapoel Beer-Sheva 1:0, scheidet aber trotzdem in der Gruppenphase der Europa League aus. (Bild: Alexandra Wey/KEY (Luzern, 23. November 2017))

Der FC Lugano um Mattia Bottani (rechts) gewinnt zwar gegen Hapoel Beer-Sheva 1:0, scheidet aber trotzdem in der Gruppenphase der Europa League aus. (Bild: Alexandra Wey/KEY (Luzern, 23. November 2017))

Das Tor des Abends für Lugano in Luzern erzielte der Brasilianer Carlinhos kurz nach der Pause, als der Stürmer nach einem Zuspiel von Davide Mariani von einem Fehler des israelischen Verteidigers Hatem Elhamed, dem der Ball durch die Beine glitt, profitierte und zum 1:0 für Lugano traf. Da im knapp 500 Kilometer entfernten Pilsen fast gleichzeitig ebenfalls der Führungstreffer für das Heimteam fiel, wurde die Hoffnung auf ein Weiterkommen im Keim erstickt.

Der Treffer Carlinhos’ brachte aber immerhin Schwung in die Partie, die in den ersten 45 Minuten den gut 3000 Zuschauern fussballerische Magerkost ge­boten hatte. Fehlpässe, fehlende Ballstafetten, kaum Torchancen: Der Unterhaltungswert sank zwischenzeitlich ähnlich wie das Thermometer gegen Null. Die Torszenen erhöhten sich nach dem Treffer auf beiden Seiten merklich. Die Tessiner verpassten es mehrfach, die Partie endgültig zu entscheiden, sodass sie bis zur 94. Minute um den Sieg zittern mussten. In der Defensive agierte das Team von Pierluigi Tami im Vergleich zu den ersten vier Spielen, in denen Lugano stets mindestens zwei Gegentreffer kassierte, aber gefestigter.

Young Boys fehlt die Genauigkeit

Ebenfalls nicht mehr dabei sind die Young Boys. Nach dem 1:2 bei Partizan Belgrad am vorletzten Spieltag haben die Berner keine Chancen mehr auf den Vorstoss in die Sechzehntelfinals. Sie hätten mindestens einen Punkt gebraucht, um die Chance auf das Überwintern im Europacup aufrecht zu erhalten. Zwar reagierten sie auf den Rückstand aus der 12. Minute überzeugend, nahmen das Heft in die Hand und belohnten sich in der 25. Minute mit dem Ausgleich von Nicolas Moumi Ngamaleu. Auf den erneuten Rückstand nach einer herrlichen Kombination der Gastgeber zehn Minuten nach der Pause konnte das Team von Adi Hütter nicht mehr reagieren, weil oft die Präzision fehlte. (sda)