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Bischofberger einer wie Feuz

Kommentar
Daniel Good

Beat Feuz und Marc Bischofberger: Beide Schweizer Skistars sind bodenständig und schnell. Das sind die wichtigsten Qualitäten, um die olympischen Herausforderungen zu meistern. Feuz wie Bischofberger starten als Leader im Weltcup zu ihren olympischen Rennen. Das sind gute Voraussetzungen, ist aber keine Garantie für Medaillen. Denn an Olympischen Spielen herrschen andere Gesetze. Jeder beginnt bei null. Siege im Weltcup zählen in den wichtigsten Augenblicken der Saison nichts mehr. Der Druck ist gewaltig. Insbesondere Vertreter von Randsportarten wie der Appenzeller Skicrosser Bischofberger müssen mit einer Erwartungshaltung fertigwerden, die den üblichen Rahmen bei weitem sprengt.

Feuz hat dem Belastungstest standgehalten, als er vor knapp einem Jahr in St. Moritz ­Abfahrtsweltmeister wurde. Bischofberger ist Olympia-­Neuling, aber mit den gleichen Qualitäten ausgestattet wie Feuz. Beide sind vom Land. Ein Emmentaler oder ein Innerrhödler wie Bischofberger lassen sich nicht so schnell verrückt machen, wenn etwas Aussergewöhnliches geschieht. Deshalb ist auch der Oberegger Bischofberger in der Lage, die starke Saison mit einer olym­pischen Medaille zu krönen.

So wie Bischofberger veranlagt ist, muss er in Südkorea nicht «Rassiemesseli schiisse», wie die Innerrhödler sagen für etwas, das unmöglich erscheint. Es reicht, wenn er sich selber bleibt und weiterhin schneller als die Konkurrenz Ski fährt.

Daniel Good

daniel.good

@tagblatt.ch

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