BETRUG: Weitere Medaillen weg

Das IOC disqualifiziert fünf russische Wintersportler wegen Doping an den Olympischen Spielen 2014.

Christian Brägger
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Im Biathlon verliert Russland nach dem jüngsten Urteil des Internationalen Olympischen Komitees zwei Medaillen. Olga Wiluchina wurde Olympia-Silber im Sprint aberkannt, wodurch Elisa Gasparin vom achten auf den siebten Platz vorrücken wird. Zudem war Wiluchina als Schlussläuferin zusammen mit der nun ebenfalls gesperrten Startläuferin Jana Romanowa mit der russischen Staffel Zweite geworden. In diesem Rennen hatte das Schweizer Frauen-Quartett den neunte Rang erreicht.

Im Bob traf es mit Alexej Negodajlo und Dimitri Trunenkow zwei Anschieber des in Sotschi siegreichen Viererbobs von Alexander Subkow. Dieser war vom IOC bereits drei Tage zuvor ausgeschlossen worden. Im Skeleton wurde nach Olympiasieger Alexander Tretjakow auch der Sergej Tschudinow disqualifiziert.

Unter Schweizer Leitung

Insgesamt erhöhte sich die Anzahl der für Olympische Spiele gesperrten russischen Athleten wegen der Dopingverstösse im Februar 2014 in Sotschi auf 19. Russland wurden im Zuge dieser Ermittlungen des IOC bislang elf Medaillen aberkannt, vier davon in Gold. Vor Doppelolympiasieger Subkow und Tretjakow hatte es auch Langläufer Alexander Legkow betroffen.

Das IOC hatte nach den Enthüllungen von Doping-Sonderermittler Richard McLaren im vergangenen Dezember mit den Ermittlungen begonnen. Die Kommission unter Leitung des Neuenburgers Denis Oswald versucht mit «forensischen und analytischen» Methoden zu klären, auf welche Art und Weise russische Sportler in Sotschi betrogen haben könnten. Das Gremium untersucht 28 Fälle. (sda)