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BESITZVERHÄLTNISSE: Das Erbe von Dölf Früh

Die FC St. Gallen Event AG vermarktet den FC St. Gallen und den Kybunpark. Wie aber sind die Aktienanteile der Event AG und der FC St. Gallen AG verteilt? Und wer sind die Mitglieder des Verwaltungsrats?
Alexandra Pavlovic, Johannes Wey

Alexandra Pavlovic, Johannes Wey

Der ehemalige Präsident Dölf Früh hat immer wieder betont, dass der FC St. Gallen der Region gehöre und kein «Spekulationsobjekt» sei. Seit dem Herbst 2010 konzentriert sich die Macht in der Event AG und damit bei privaten Personen. Das aktuelle Konstrukt ging aus der Rettung des Clubs im November 2010 hervor. Die heutige Event AG ist die Nachfolgerin der damaligen Betriebs AG. Die Stadion St. Gallen AG – Besitzerin des Kybunparks – ist nicht Teil des FC St. Gallen. Die FC St. Gallen Event AG ist bei der Stadion AG eingemietet.

Der Verwaltungsrat wird von den Aktionären bestellt. Auch wenn mit der FC St. Gallen Event AG und der FC St. Gallen AG zwei juristische Einheiten bestehen, ist der Verwaltungsrat in beiden Aktiengesellschaften faktisch derselbe – auch wenn er von den Aktionären der FC St. Gallen AG im Herbst an der GV noch bestätigt werden muss. Früh ist mit 48,86 Prozent der Aktien weiterhin Hauptaktionär der FC St. Gallen Event AG. Diese hält ihrerseits 41,35 Prozent der FC St. Gallen AG, an der neben diversen Kleinaktionären und der Priora-Gruppe auch Früh direkt mit 8,25 Prozent der Aktien beteiligt ist.

Was passiert, wenn Früh seine Aktien verkauft?

Sollte Früh, wie gestern von ihm in dieser Zeitung angekündigt, seine Aktienanteile an der Event AG tatsächlich verkaufen wollen, hätten die bisherigen Aktionäre Edgar Oehler, Steffen Tolle, Pascal Kesseli, Martin Jäger, Rolf Schubiger, die Schützengarten AG und Stefan Hernandez Vorkaufsrecht, dies im Verhältnis ihrer derzeitigen Anteile. Wenn alle bisherigen Aktionäre vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen wollen, können sie ihre Anteile nicht ganz verdoppeln, da sie bereits über 51 Prozent besitzen und Früh «nur» knapp 49 Prozent. Ein Beispiel: Oehler könnte seinen Anteil von 12,12 Prozent auf knapp 23,7 Prozent vergrössern. Dies unter der Voraussetzung, dass er und auch alle anderen das Vorkaufsrecht voll ausnutzen wollen. Interessierte Neuaktionäre kämen erst zum Zug, wenn die Bisherigen auf ihre Anteile verzichten.

Oehler lässt sich in Bezug auf seine Absichten nicht in die Karten blicken. Ob er im Fall eines Verkaufs von Frühs Aktien weitere Anteile dazukaufen würde, hänge vom Umfeld ab. «Und das ist gegenwärtig undurchsichtig», so der Rheintaler. Zu den jüngsten Vorkommnissen und öffentlichen Streitereien rund um den FC St. Gallen wolle er sich nicht äussern. «Ich finde es aber schade, was jetzt passiert. Das tut dem Club nicht gut.» Zum ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten Früh habe er aber immer ein gutes Verhältnis gehabt. Auch weitere Aktionäre, die zu weiteren Aktienkäufen angefragt wurden, hielten sich bedeckt. Wollen nicht alle Bisherigen kaufen, werden die freiwerdenden Aktien unter den interessierten Bisherigen aufgeteilt. Wenn die bisherigen Aktionäre nicht von ihrem Kaufrecht Gebrauch machen, kann der verkaufswillige Aktionär einem Dritten frei verkaufen.

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