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Marc Bischofberger ist bereit für neue Höhenflüge auf den Ski

Nach einer völlig missglückten Skicrosssaison wittert der Olympiazweite Marc Bischofberger Morgenröte.
Daniel Good
Marc Bischofbergers (oben) grösster Moment: Silber im olympischen Final 2018. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Marc Bischofbergers (oben) grösster Moment: Silber im olympischen Final 2018. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Er lässt sich durch nichts verrückt machen. Deshalb war er im wichtigsten Rennen seiner Karriere bereit. Trotz widriger Vorzeichen: Nach zwei Stürzen im Training lag er mit Schmerzen im Bett und fragte sich: «Wie soll ich morgen fahren?» Er fühlte sich 30 Jahre älter.

Trotzdem gewann Marc Bischofberger in Südkorea im Skicross die olympische Silbermedaille. Das war am 21. Februar 2018. Im gleichen Winter entschied der Appenzeller auch den Gesamtweltcup für sich. In Russland – im ersten Rennen nach Olympia – erlitt er aber einen Kreuzbandriss.

Nachher war nichts mehr wie vorher. Das verletzte Knie machte ihm zwar physisch nicht mehr zu schaffen, als es vor einem Jahr in die nacholympische Saison ging.

Aber auf der Piste kam Bischofberger nicht mehr auf Touren. Im Weltcup-Schlussklassement 2018/19 erreichte er bloss den 24. Rang. Auch fünf Schweizer Rennfahrer lagen im März 2019 vor Bischofberger, dem Überflieger der vorangegangenen Saison.

In der ersten Saison als Profi

«Ich war fit, als die vergangene Saison begann, aber nicht topfit», sagt Bischofberger. Skicross ist athletisch eine anspruchsvolle Sportart. Krafttraining gehört zum Alltag. In der Weltelite fahren lauter Profisportler. Seit dem Sommer 2018 gehört auch Bischofberger zu ihnen.

Weil es im Skicross nicht viel zu verdienen gibt, entstand Bischofberger wenigstens kein grosser finanzieller Schaden, als er vergangene Saison meistens hinterher fuhr. Bischofberger sagt:

«Alle Sponsoren sind geblieben.»

Seit vielen Wochen steckt Bischofberger in der Vorbereitung für die kommende Weltcupsaison, die Anfang Dezember in Frankreich beginnt. Für das Schneetraining halten sich die Schweizer meistens in Saas-Fee auf.

Schon seit Ende August fahren sie regelmässig auf dem Gletscher. Bischofberger fühlt sich gut und sagt: «Ich muss wieder Konstanz reinbringen wie in der Olympiasaison. Wer verliert schon gerne?»

Einen Ausreisser nach oben gab es für Bischofberger im vergangenen Winter doch noch: Mit Platz vier in Kanada qualifizierte er sich im letzten Moment für die WM in den USA, wo es allerdings bloss zum 15. Platz reichte. Bischofberger sagt zur WM 2019:

«Das war auch nicht gerade berühmt»

In dieser Saison soll es wieder aufwärts gehen. «Ich habe das Material optimiert, besser auf mich abgestimmt. Das kam in der vergangenen Saison zu kurz», so Bischofberger. Er ist für den Weltcup gesetzt, obschon die verbandsinterne Konkurrenz gross ist.

«Auch wegen der Olympiamedaille habe ich immer noch den Nationalmannschaftsstatus.» Im Weltcup stehen dem Schweizer Verband bei den Männern sieben Startplätze zur Verfügung.

In der Ferne rückt die Sportart in die Anonymität

Bischofberger hat vor, bis mindestens zu den Olympischen Winterspielen 2022 in China zu fahren. Diese finden in der Nähe von Peking statt. «Schade, dass nie in Europa ein Grossanlass stattfindet, solange ich dabei bin. Hier schlafen ja alle, wenn wir in Asien auf den Ski unterwegs sind.»

Der 28-Jährige hofft, dass im kommenden Winter wieder anspruchsvollere Rennen stattfinden. «Das war nicht mehr der Fall. Wegen der Gefahr von Verletzungen wurden Pisten entschärft. Das können sie in FIS-Rennen machen.»

In der Ruhe liegt die Kraft

Das Risiko fährt im Skicross mit. Auch Bischofberger hat schmerzliche Erfahrungen hinter sich. Widerwärtigkeiten meistert er mit Bodenständigkeit. In der Ruhe liegt die Kraft, sagt sich Bischofberger und ist bereit für neue Höhenflüge.

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