Bellinzona steigt ab, St. Gallen rettet sich

Sechs Spieltage stehen in der Super-League-Saison 2010/2011 noch aus, die am 25. Mai mit der 36. Runde beendet wird. Während sich Basel und Zürich um den Meistertitel balgen, kämpfen vier Teams gegen den Abstieg, in alphabetischer Reihenfolge sind dies Bellinzona, die Grasshoppers, St.

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Sechs Spieltage stehen in der Super-League-Saison 2010/2011 noch aus, die am 25. Mai mit der 36. Runde beendet wird. Während sich Basel und Zürich um den Meistertitel balgen, kämpfen vier Teams gegen den Abstieg, in alphabetischer Reihenfolge sind dies Bellinzona, die Grasshoppers, St. Gallen und Xamax. Wen erwischt es? Wer rettet sich? Eine Übersicht mit vier Prognosen.

Bellinzona – Ciao, Lustrinelli

37 Treffer erzielte Bellinzona in der aktuellen Meisterschaft, mehr als ein Drittel davon (13) der 35jährige Mauro Lustrinelli. Der ehemalige Nationalspieler übertüncht mit seinen Toren so manche Schwäche bei den Tessinern, die 2008 in der Barrage gegen St. Gallen aufgestiegen sind. Bellinzona hat die schwächste Abwehr der Super League (65 Gegentreffer), das ist im Wettlauf gegen die Relegation ein grosses, ein zu grosses Handicap.

Prognose: Bellinzona steigt in die Challenge League ab.

Grasshoppers – inkonstant

Trainer Ciriaco Sforza verfügt über eine junge und talentierte Mannschaft, die hingegen konstant inkonstante Leistungen zeigt – einem 2:2 in Basel folgt zu Hause ein 1:3 gegen St. Gallen. Die stete Unruhe im Verein scheint sich auf die Darbietungen des Teams auf dem Rasen auszuwirken. Frappant ist bei den Grasshoppers das Auslassen erstklassiger Tormöglichkeiten. Hätte allein Innocent Emeghara jede zweite seiner aussichtsreichen Chancen genützt, wäre er wohl bereits Torschützenkönig. Im Meisterschaftsendspurt müssen die Grasshoppers effizienter sein, sonst steigen sie wie zuletzt 1949 ab.

Prognose: Der Rekordmeister hält sich in der Super League.

St. Gallen – zittern bis zuletzt

Die Ostschweizer treten noch gegen zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt an, gegen Xamax und Bellinzona, zweimal auswärts. Aber es warten auch noch die drei besten Teams der Liga auf die St. Galler, Basel, Zürich und die Young Boys. Unter Trainer Jeff Saibene hat sich St. Gallen verbessert, die Mannschaft verlor nur eines der vergangenen sechs Spiele. Dennoch ist die Effizienz eines ihrer grossen Mankos geblieben. Beim 0:1 gegen Sion hatte St. Gallen einen gefühlten Ballbesitz von 70 Prozent, Zählbares kam dabei nicht heraus. Das Team ist willig und kämpft leidenschaftlich. Die Fehlerquote ist aber hoch, nicht zuletzt in der Abwehr.

Prognose: St. Gallen muss in die Barrage – und sichert sich dort den Ligaerhalt.

Xamax – Almerares sei Dank

In der Winterpause haben die Neuenburger einen wichtigen Transfer getätigt: die Verpflichtung von Federico Almerares vom FC Basel. Viermal traf der 26jährige Argentinier für die Romands bereits, in den verbleibenden Runden der Super League wird er noch das eine oder andere Tor mehr erzielen. Von den vier Teams, die in den Abstiegskampf verwickelt sind, verfügt Neuchâtel Xamax über das grösste spielerische Potenzial. Ein weiteres Plus des Cupfinalisten ist die Heimstärke auf dem Kunstrasen der Maladière.

Prognose: Neuchâtel Xamax verbleibt in der Super League.

Andreas Werz

Der nächste «Freistoss» erscheint am Dienstag, 10. Mai.