Beherzter Auftritt nicht belohnt

Nach fünf NLB-Heimsiegen in Serie muss Hockey Thurgau erstmals wieder als Verlierer vom Eis. Das Team von Christian Weber unterliegt Rapperswil-Jona trotz einer leidenschaftlichen Leistung 2:5.

Markus Rutishauser
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EISHOCKEY. Für den Tabellenzweiten vom Zürichsee unter Headcoach Jeff Tomlinson ist der Sieg in der Weinfelder Güttingersreuti das dritte Erfolgserlebnis in Folge. Die St. Galler liegen damit nur noch einen Punkt hinter Tabellenführer Olten zurück, der in Visp mit 3:4 n.V. unterlag. Thurgau liegt auf Platz sechs, mit einer Reserve von acht Punkten auf den Strich.

Lange auf Augenhöhe

Vor über 1700 Zuschauern konnten die heimstarken Thurgauer den Favoriten über weite Strecken fordern. Den frühen Überzahltreffer von Antonio Rizzello nach nur 212 Spielsekunden konterten die Einheimischen zweieinhalb Minuten später ebenfalls im Powerplay durch Toms Andersons, der einen Abpraller zu seinem vierten Saisontreffer einschob. Das 1:2 durch Rapperswils Topskorer Raphael Kuonen (13.), der einen Querpass an Dominic Nyffeler vorbeischob, hatte dann bis ins Schlussdrittel Bestand, weil beide Teams Überzahlchancen nicht nützen konnten. Die beste Ausgleichschance der kämpferischen Thurgauer besass Even McGrath, doch der Kanadier zielte nach einem Konter in Unterzahl zu hoch.

Die Startphase im letzten Abschnitt gehörte klar den St. Gallern, welche vor und nach dem 1:3 von Roman Schlagenhauf (43.) zweimal nur die Torumrandung trafen. Gut zehn Minuten vor Schluss sorgte Johannes Bischofberger mit seinem Anschlusstreffer nochmals für neue Hoffnung, zumindest die Verlängerung erzwingen zu können. Keine halbe Minute nach dem 2:3 kassierte aber Verteidiger Fabian Maier für ein völlig unnötiges und brutales Foul eine Fünfminutenstrafe, die Rizzello in der 56. Minute mit seinem zweiten Treffer zum wegweisenden 2:4 nützte. Den Schlusspunkt hinter eine attraktive Partie setzte der ehemalige Thurgau-Stürmer Reto Schmutz in der vorletzten Minute. Somit ging Rapperswil-Keeper Melvin Nyffeler im Brudervergleich mit Thurgaus Dominic doch noch als deutlicher Sieger vom Eis.

Wichtiges Auswärtsspiel

Für Hockey Thurgau folgen nun zwei im Kampf um einen Playoff-Platz wichtige Auswärtsspiele. Nach einem freien Dienstag gastiert die Weber-Truppe am nächsten Samstag beim Aufsteiger. Die Winterthurer verloren gestern den Strichkampf in Martigny mit 1:2 n.V. und liegen nun vier Punkte hinter den Playoff-Plätzen zurück. Nach der Nationalmannschaftspause geht es für Thurgau am 10. November mit dem Gastspiel bei Schlusslicht GCK Lions weiter.