BEACHHOUSE FRAUENFELD: Olympiaträume fördern

Mit dem geplanten Beachhouse könnte Frauenfeld zu einem Stützpunkt des Schweizer Verbands werden. Swiss Volley sendet diesbezüglich positive Signale.

Matthias Hafen
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Sascha Heyer (links) holte seinen früheren Teamkollegen Patrick Heuscher als Botschafter des Projekts ins Boot. (Bild: Reto Martin)

Sascha Heyer (links) holte seinen früheren Teamkollegen Patrick Heuscher als Botschafter des Projekts ins Boot. (Bild: Reto Martin)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Olympia beginnt in Frauenfeld. Damit könnte die Hauptstadt des Kantons Thurgau bald Werbung machen. Denn wird das für Ende 2018 geplante Beachhouse realisiert, dann entstünde damit vermutlich auch ein Leistungszentrum von Swiss Volley. So jedenfalls sind die Signale aus Bern zu deuten. «Als Verband haben wir grundsätzlich Freude, wenn irgendwo eine neue sportliche Infrastruktur entsteht», sagt Werner Augsburger, CEO von Swiss Volley. «Aus diesem Grund begrüssen wir die private Initiative für ein ganzjähriges Beachsport-Zentrum in Frauenfeld sehr.» Swiss Volley werde sich wie üblich nicht an der Bauherrschaft beteiligen. «Doch ist es nicht ausgeschlossen, dass wir Frauenfeld zu einem späteren Zeitpunkt als Stützpunkt nutzen werden», so Augsburger. Also dass der nationale Verband fixe Zeiten im Rahmen eines regionalen Trainingszentrums belegen wird.

Status hängt von Beachcenter in Bern ab

Ob das Beachhouse in Frauenfeld ein nationales Leistungszentrum werden kann, hängt auch davon ab, wie es mit dem nationalen Leistungszentrum in Bern weitergeht. Der heutige Standort gehört der Stadt Bern, und das Baurecht läuft 2020 ab. «Die Infrastruktur und die Lage in Bern sind ideal», sagt Augsburger. Im Moment deute die Entwicklung im Beachvolleyball dahin, dass nebst einem nationalen Zentrum weitere, regionale Satellitenstützpunkte entstehen sollen. Diesbezüglich wäre Frauenfeld eine interessante Option.

Mitinitiant Sascha Heyer, ehemaliger Europameister, WM-Zweiter und Olympiateilnehmer, würde es begrüssen, wenn das Beachhouse neue Olympioniken hervorbrächte. Heyer, der im Projekt das Marketing verantwortet, weiss aber, dass die Finanzierung nur über den Breitensport und die Nebennutzung geht. Deshalb würden die drei Sandplätze in der Halle und die fünf Aussenfelder immer auch für die breite Bevölkerung offenstehen.

Tagsüber Spitzensport, abends Breitensport

«Das ergänzt sich aber sehr gut», sagt Heyer. Denn während die Freizeitsportler die Anlage vor allem am Abend nutzen würden, könnten tagsüber die Spitzensportler trainieren. «Unser Ziel ist es, dass wir neue Möglichkeiten für die Entwicklung im Spitzensport und für die Talentförderung bieten», so Heyer. Das in Zusammenarbeit mit regionalen Volleyballclubs und den Sportschulen im Kanton. «Wir müssen nicht eine neue Volleyballschule hierher bringen. Wir wollen eine Sportstätte für sie sein.»