Bazenheid hofft auf den Coup

Der FC Bazenheid rechnet fürs morgige Cupspiel gegen die Young Boys mit 3000 Zuschauern. Aus dem heimischen Sportplatz Ifang wird ein Kleinstadion.

Ralf Streule
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Wenn der FC Bazenheid morgen ab 15 Uhr die Berner Young Boys empfängt, spricht man im 2.-Liga-Club vom «Jahrhundertspiel». Die Partie der zweiten Cup-Hauptrunde erhält dieses Prädikat, obschon Bazenheid 2008 im Cup bereits den FC St. Gallen hatte empfangen dürfen. Die St. Galler spielten damals jedoch in der Challenge League. Bazenheid verlor 0:2 nach Verlängerung.

Der Sportplatz Ifang ist in den vergangenen Tagen mit Steh- und Sitzplatztribünen in ein Kleinstadion verwandelt worden. Der Club rechnet mit mindestens 3000 Personen, rund 4000 hätten im besten Fall Platz. Aus Bern werden gut 300 Fans erwartet, die mit dem Extrazug anreisen.

Anzeichen für eine Überraschung

Sportlich ist die Ausgangslage für Bazenheid auf den ersten Blick hoffnungslos. Die 2.-Liga-Amateure dürften gegen den auf dem Papier zweitstärksten Club des Landes ohne Chance sein. Dennoch spricht Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi von einer «zehn- bis zwanzigprozentigen Chance» für sein Team. «Wir gehen auf den Platz, um zu gewinnen.» Tatsächlich gibt es Anzeichen für eine Überraschung. Zum einen ist da die Cup-Bilanz der Young Boys: Die Berner sind seit 2010/11 nie über die Achtelfinals hinausgekommen. 2013 setzte es beim damaligen Promotion-League-Club Le Mont ein 1:4 ab. Ein Jahr später verlor Uli Forte mit seinem Team gegen den 2.-Liga-Club Buochs 0:1.

Auch punkto Selbstvertrauen dürften die Toggenburger mit besseren Karten ins Spiel gehen. Die Berner sind in dieser Saison mit drei Niederlagen aus sieben Spielen noch nicht bestechend aufgetreten. Der Saisonstart der Bazenheider – fünf Ligen tiefer – war weit erfolgreicher: Sie führen die Tabelle nach vier Spielen ohne Verlustpunkt an. Zudem besiegten sie in der ersten Cuprunde den 1.-Liga-Club Red Star Zürich 2:1.

Keine Angst vor den grossen Clubs

Für Bazenheid spricht zudem, dass es in den vergangenen Jahren gegen Höherklassige oft eine gute Figur abgab, nicht nur gegen St. Gallen. 2004 unterlag es Lugano erst in der Verlängerung mit 0:1, zwei Jahre später Chiasso mit demselben knappen Resultat.

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