Champions League
Bayern-Stars ärgern sich über Schiedsrichter Kassai: "der Wahnsinn"

Bei Bayern München war nach dem unglücklichen 2:4 n.V (2:1, 0:0) im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid der Schuldige für das Aus schnell gefunden.

Drucken
Teilen
Schiri Real-Madrid - Bayern-München
12 Bilder
Schiedsrichter Viktor Kassai stand im Spiel zwischen Real Madrid und Bayern München zu oft im Mittelpunkt des Geschehens.
Arjen Robben tuts weh.
Konsterniert trotten die Bayern vom Feld.
Ronaldo trifft dreifach gegen die Bayern.
Der Jubel kennt keine Grenzen.
Die Galaktischen stehen in der Runde der letzten Vier.
Real feiert. Die Bayern scheiden erneut im Halbfinal aus.
Mann des Abends: CR7 mit drei Toren.
Er muss einstecken.
Die Bayern gingen zweimal in Führung. Dennoch sind sie nun draussen.
Cristiano Ronaldo.

Schiri Real-Madrid - Bayern-München

Francisco Seco

"Wenn ein Spiel durch solche Fehlentscheidungen entschieden wird, ist das Wahnsinn. Das war ja nicht nur ein Fehler", schimpfte Superstar Arjen Robben über Schiedsrichter Viktor Kassai aus Ungarn. Dieser habe einen "eklatant schlechten Tag erwischt", monierte Mats Hummels.

Kassai hatte beim 2:2 (105.) und 3:2 (110.) durch Superstar Cristiano Ronaldo jeweils eine Abseitsposition übersehen. Zudem stellte er Arturo Vidal in der 84. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. "Es war nicht mal Foul, geschweige denn eine Gelb-Rote-Karte, das war ein Killer", polterte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über "die kuriose Fehlentscheidungen". Dass Kassai allerdings auch vor dem Eigentor durch Sergio Ramos zum 2:1 (78.) daneben gelegen hatte, als Müller zuvor im Abseits stand - und dass Vidal schon viel früher hätte Gelb-Rot sehen müssen, übersahen die Bayern geflissentlich.

Unter dem Strich blieb trotz eines großen Kampfes der Münchner, die schon das Hinspiel 1:2 verloren hatten, ein "verdientes Weiterkommen", wie Weltmeister Toni Kroos treffend feststellte. Fußball sei "Ergebnissport, deshalb können wir nicht zufrieden sein", konstatierte Hummels.

Stimmung am Nullpunkt

Die Stimmung bei den Münchnern war nach dem vierten Aus in Serie gegen ein spanisches Team am Nullpunkt. Schon direkt nach einem "extrem emotionalen Spektakel" hatte Rummenigge den Frust beim Rekordmeister in martialische Worte gefasst. "Die Mannschaft in der Kabine ist in Trümmern", sagte er bei Sky, "wer ihr einen Vorwurf machen würde, ist im falschen Film. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Mannschaft." Auch wenn man "ein bisschen stolz" sein könne, ergänzte Hummels, "die Enttäuschung ist schon sehr, sehr groß".

Die Bayern waren durch einen von Robert Lewandowski verwandelten Foulelfmeter in Führung gegangen (53.). Ronaldo glich aus (76.). Das Eigentor von Ramos brachte schließlich die Verlängerung, in der die Bayern in Unterzahl neben den Toren von Ronaldo auch noch einen Gegentreffer durch Marco Asensio (112.) hatten hinnehmen müssen.

Aktuelle Nachrichten