Leichtathletik
Silvan Wicki mit gutem Gefühl nach dem Wintertraining

Silvan Wicki und Simone Werner zeigten sich am Hallenmeeting in Basel bereit für internationale Aufgaben. Beiden Kurzstreckenläufer könnte es momentan besser fast nicht laufen.

Rolf Spriessler-Brander
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Silvan Wicki (Old Boys, Mitte) beim ersten 60-Meter-Lauf (zusammen mit Kwasi Asante Ofosu LC Basel, links in Weiss, und Luzi Knöll Old Boys Basel, rechts).

Silvan Wicki (Old Boys, Mitte) beim ersten 60-Meter-Lauf (zusammen mit Kwasi Asante Ofosu LC Basel, links in Weiss, und Luzi Knöll Old Boys Basel, rechts).

Rolf Spriessler-Brander

Der Riehener Sprinter Silvan Wicki (Old Boys Basel) ist vielversprechend ins neue Jahr gestartet. Mit 6,96 Sekunden lief er am Samstag am Basler Hallenmeeting in der Laufhalle der Schützenmatte so schnell wie noch nie auf seiner Heimbahn. Die Bahn gilt als nicht besonders schnell und so glaubt seine Trainerin Sabine Wicki, dass er in den kommenden Wochen deutlich mehr drauf hat als seine persönliche Bestleistung von 6,85 Sekunden.

«Ich konnte mein Wintertraining so komplett durchziehen wie noch nie. Wir haben eine zweite Krafteinheit pro Woche eingebaut und am Start und an der Beschleunigungsphase gearbeitet, das hat sich ausgezahlt», sagt Silvan Wicki, der sich in seinem ersten Jahr bei den Espoirs die Teilnahme an den U23-Europameisterschaften im Juli 20015 in Tallinn (Estland) zum Ziel gesetzt hat.

Seine muskulären Probleme, die vor allem psychisch bedingt gewesen seien, habe er nun überwunden. «Mein Physiotherapeut an den U20-Weltmeisterschaften von Eugene, USA, vom letzten Jahr hat mich darauf gebracht und es ist mir gelungen, auf mentalem Weg wieder Vertrauen in meinen Körper zu gewinnen», sagt Silvan Wicki zufrieden.

Die Spitzensportler-RS als Ziel

Die Hallen-Schweizermeisterschaften wird der OB-Sprinter wegen Aufnahmeprüfungen verpassen, doch sein Ziel ist ganz klar die Freiluftsaison. «Ich möchte im Herbst die Spitzensport-RS beginnen und habe mir für die 100 Meter 10,45 Sekunden und für die 200 Meter eine Zeit unter 21 Sekunden zum Ziel gesetzt», sagt er.

Die U23-EM-Limiten von 10,60 Sekunden über 100 und 21,45 Sekunden über 200 Meter sollten für ihn kein Problem sein, glaubt er. Grosse Chancen sieht Wicki vor allem auch für eine Schweizer Sprint-Staffel.

Deutliche Fortschritte von Simone Werner

Gut ins neue Jahr gestartet ist auch Simone Werner, die Freundin und Trainingskollegin von Silvan Wicki. Die 400-Meter-Schweizermeisterin von 2013 lief in Basel in 7,90 Sekunden als zweitschnellste Frau hinter der Deutschen Rebecca Eberle (USC Freiburg, 7,86 Sekunden) eine persönlichen 60-Meter-Bestleistung und hat das Potential, sich über 400 Meter ebenfalls für die U23-Europameisterschaften zu qualifizieren.

Dazu muss sie eine Limite von 54,35 Sekunden erfüllen – ihre Bestzeit aus dem Vorjahr liegt bei 54,46 Sekunden. «Simone hat im Winter deutliche Fortschritte im Laufstil gemacht», sagt Sabine Wicki und traut ihr eine deutliche Steigerung auf der Bahnrunde zu.

Wohl wegen des gleichzeitig stattfindenden Hallenmeetings in Zürich war die Beteiligung nicht so hoch wie im Rekordjahr 2014. Erstmals führten die Organisatoren der Old Boys am Sonntag zusätzlich ein Weitsprung- und Dreisprungmeeting durch.

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