Regiosport

Nach Bundesratsentscheid: So geht es für die regionalen Klubs weiter

Während Amateurvereine wie die Black Stars Winterpause machen, wird die Liga in anderen Sportarten fortgesetzt. Nicht alle haben sich eine Fortsetzung gewünscht.

Simon Leser
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Die Starwings dürfen am Wochenende zu ihrem Spiel antreten.

Die Starwings dürfen am Wochenende zu ihrem Spiel antreten.

Keystone

Die neu beschlossenen Massnahmen des Bundesrats haben auch Einfluss auf den Meisterschaftsalltag der regionalen Sportvereine. Je nach Sportart und Professionalisierungsgrad weisen sie eine andere Betroffenheit auf.

Basketball

Die höchste Schweizer Basketballliga gehört zu den Sportligen, die über einen überwiegend professionellen Spielbetrieb verfügen. Deshalb dürfen sie gemäss dem Bundesrat auch weiterhin Spiele und Trainings ohne personelle Einschränkungen durchführen. Swiss Basketball hat daraufhin zusammen mit den Klubpräsidenten entschieden, die laufende Saison fortzuführen. Die Starwings, deren NLA-Team bereits eine Quarantäne hinter sich hat, begrüssen den Entscheid. «Wir können es uns nicht erlauben, Basketball einzustellen», sagt Pascal Donati, Vizepräsident der Birsfelder. Eine Modusänderung wegen Spielverschiebungen ist aktuell noch kein Thema.

Eishockey

Da die MySports League, in welcher der EHC Basel spielt, keine professionelle Liga ist, gibt es dort vorerst keine Spiele mehr. Amateurmannschaften dürfen gemäss Bundesrat Trainingseinheiten mit bis zu 15 Personen und ohne Körperkontakt abhalten. Einzeltrainings oder Techniktrainings sind also unter Einschränkungen erlaubt. Davon macht der EHC Basel Gebrauch. «Wir wollen in Form bleiben», so Olivier Schäublin, Sportchef der Basler. So stehen etwa Techniktrainings mit Abstand auf dem Programm. «Das sorgt in diesen Tagen auch für etwas Ablenkung.»

Fussball

Sämtliche Amateurligen der Schweiz wurden unterbrochen. Somit bestreiten auch die Black Stars (Promotion League) und der SV Muttenz (1. Liga) in diesem Jahr keine Meisterschaftsspiele mehr. Die Klubs verzichten darauf, Trainings in Gruppen bis zu 15 Personen durchzuführen. «Konditions- und Techniktraining bringen unserer Ansicht zum Abschluss der Vorrunde nichts», sagt Hans-Beat Rohr, Präsident des SV Muttenz. Sowohl die Baselbieter als auch die Black Stars schicken ihre Spieler somit in die vorgezogene Winterpause. Beide planen mit einer Wiederaufnahme des Trainings im Januar. Anders macht es die U21 des FC Basel (Promotion League). Sie trainiert in kleineren Gruppen mit maximal 15 Spielern und ohne Körperkontakt.

Handball

Die Vereine, darunter der RTV Basel, haben beschlossen, den Spielbetrieb in der Nationalliga A fortzuführen. Zuschauer sind aber keine mehr erlaubt. Zudem gelten verschärfte Schutzkonzepte. So sollen zusätzliche Umkleidekabinen genutzt werden, um mehr Abstand zwischen den Spielern herzustellen. Die Liga plant vor jedem Spiel, Schnelltests bei Spielern und Staff durchzuführen. Trotz der Spielverschiebungen sei eine Modusanpassung aktuell noch nicht notwendig. «Wir sind optimistisch, dass mit den angepassten Schutzkonzepten die Durchführung weiterhin gewährleistet ist», sagt Sven Lüdin, Präsident des RTV Basel.

Volleyball

Auch im Volleyball gibt es keinen Unterbruch der laufenden Saison. Dafür gibt es Geisterspiele. Sm’Aesch Pfeffingen begrüsst es, dass die Meisterschaft nicht abgebrochen wird. «Einen Unterbruch für ein paar Wochen, um konkrete Lösungen zu suchen und gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, hätten wir aber durchaus begrüsst», sagt Fabio Back, Geschäftsführer von Sm’Aesch.